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Vier Fragen an Renaud Capuçon

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Renaud Capuçon hat gerade ein Album mit Werken des Komponisten Gabriel Fauré herausgebracht. Hier sagt er, warum er Fauré so liebt und was an dessen Briefwechsel so interessant ist, der gerade erschienen ist.

Was lesen Sie?

Momentan die Briefe, die der viel reisende Komponist Gabriel Fauré aus allen möglichen Orten an seine Frau Marie schrieb: aus Lausanne, aus Evian, Annecy, Lugano – lauter Orte, an denen ich gerade Musik von Fauré spiele. Es fasziniert mich, dass er viele seiner Stücke genau dort komponierte, wo ich jetzt unterwegs bin, sein Quintett in Annecy, die zweite Violinsonate in Evian … Diese Brief-Edition ist erst letzten Monat erschienen, sie berührt mich sehr. Ich liebe dieses Gefühl von Verschmelzung mit einem Komponisten. Natürlich verändert es nicht konkret mein Spiel, und doch inspiriert mich dieses Wissen. Sein Stil ist charmant. Manchmal beschreibt er aber auch einfach nur, was er gerade so macht, genau wie wir alle es tun, heute halt meist mit Text- oder Sprachnachrichten übers Smartphone. „Morgen fahr ich da und da hin, mit dem Zug, um diese und jene Zeit, dann kann ich dir nicht schreiben“, es gibt ganz alltägliche Sachen darin. Und zwischendrin immer wieder Dinge zu seinen Kompositionen, irgendwelche Details, die einem Einblicke geben.

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