Quantencomputer :
Der Rechner, der Unmögliches schafft

Von
Rainer Scharf
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Blick ins Herz eines potentiellen Quantenprozessors: In der Mitte ist der wellenförmige Datenbus zu erkennen, der die vier winzigen supraleitenden Leiterschleifen - die Quantenbits -  verbindet. Jeder Leiterschleife ist mit einem  gewundenen Datenspeicher kontaktiert.
Blick ins Herz eines potentiellen Quantenprozessors: In der Mitte ist der wellenförmige Datenbus zu erkennen, der die vier winzigen supraleitenden Leiterschleifen - die Quantenbits - verbindet. Jeder Leiterschleife ist mit einem gewundenen Datenspeicher kontaktiert.James Darling, University of California/Santa Barbara

Viele Typen von Quantencomputern reifen in Labors heran. Große Chancen räumt man einem supraleitenden Prozessor ein. Er hat nun erstmals eine Rechenaufgabe gelöst.

Obwohl die Computer immer leistungsfähiger werden und inzwischen Billiarden von Rechenoperationen in der Sekunde ausführen können, werden sie einige Rechenaufgaben wohl niemals lösen können. Dazu gehört das scheinbar einfache Problem, eine Zahl, die sich durch Multiplikation von zwei vielstelligen Primzahlen ergibt, wieder in Primfaktoren zu zerlegen. Auf der praktischen Unlösbarkeit dieser extrem rechenaufwendigen Aufgabe beruhen wichtige Verschlüsselungsverfahren. Ein Rechner, der die Gesetze der Quantenphysik nutzt, könnte dieses Problem hingegen mit Hilfe eines Verfahrens lösen, das der amerikanische Mathematiker Peter Shor 1994 erfunden hat. Jetzt haben Physiker von der University of California in Santa Barbara Shors Algorithmus erstmals auf einem Quantenprozessor mit supraleitenden Bauelementen verwirklicht. Damit haben sie einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zum Quantencomputer erreicht.

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