Kommentar : Raubbau an der Infrastruktur

Wenn die Infrastruktur nicht erneuert und ausgebaut wird, wird an den falschen Stellen gespart. Später ist die Belastung der öffentlichen Etats umso größer.
Um die Zukunft der öffentlichen Finanzen sieht es viel finsterer aus als gemeinhin angenommen. Wenn gesetzlich schon festgelegte künftige Zahlungsverpflichtungen von Bund, Ländern und Gemeinden berücksichtigt werden, liegt die Schuldenquote jetzt schon höher als 80 Prozent - und damit weit über den nach europäischen Normen zulässigen 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Noch dramatischer fällt die Schuldenbilanz aus, wenn einbezogen wird, dass alle Gebietskörperschaften wegen der Vernachlässigung dringend erforderlicher Investitionen in großem Stil auf Pump leben.





