Eintracht Frankfurt : Naiv ins Verderben

Das 1:3 der Eintracht in Köln schafft eine Lage, die Bruchhagen als „prekär“ bezeichnet. Noch ein Punkt bis Platz 16, und die Abwärtsspirale dreht sich mit Wucht.
Nichts wie weg! Die Verlierer des Tages wählten auch nach dem Schlusspfiff eine vergleichbare Taktik wie die, die sich während des Spiels als wenig sinnvoll erwiesen hatte: Sie nahmen Reißaus, als ein bisschen mehr Behauptungswillen durchaus angebracht gewesen wäre. Fast alle Eintracht-Profis wählten den direkten Weg vom Spielfeldrand in die Umkleide und nahmen keine Notiz von den Kameras und Mikrofonen, die auf ihrem Weg postiert waren. Von den Frankfurtern war am Samstag in Köln in vielen Situationen erstaunlich wenig Durchsetzungsvermögen zu spüren. Im Anschluss an die 1:3-Niederlage besaß Marc Stendera, das 20 Jahre Mittelfeldtalent, die Chuzpe, auf den Kapitän hinzuweisen, der dafür bereitstehe, im Namen der Kollegen den neuerlichen Rückschlag einzuordnen: „Der Meier sagt sicher was“, rief Stendera durch die Katakomben der Arena – und entzog sich selbst flotten Schrittes hinter einer abgedunkelten Tür des Kabinentrakts den Blicken der Öffentlichkeit.





