Video-Filmkritik zu „House“ : Absichtlich schlimmer als grausam
Lars von Trier hat einen Serienmörderfilm gedreht und erwartet Abscheu statt Applaus: „The House that Jack Built“ zerlegt die Kinokunst blutig von innen.
Dass jemand ein Kind erschießt, kommt auf der Welt häufiger vor, als Kunst zeigt. Im Kino kann man allerdings dabei zusehen, wenn man’s erträgt: In „Gyakusatsu kikan“ (neudeutsch: „Genocidal Organ“, 2017) von Shûkô Murase lernt ein Soldat, dass er für seine Eingreifarbeit in den Elendszonen der Welt erst bereit ist, wenn er es über sich bringt, Kinderkrieger mit Schnellfeuer zu zerfetzen, und in „...E tu vivrai nel terrore! L’aldilà“ („The Beyond“, 1981) von Lucio Fulci tötet ein Schuss ein Schulmädchen mit Zöpfen, damit die Erwachsenen verstehen, dass ihr Weg in die Hölle führt.






