Zum 90. Geburtstag von Paula Fox : Vom amerikanischen Albtraum

Späte Genugtuung für eine großartige Schriftstellerin: Erst im Alter wurde die Amerikanerin Paula Fox auch hierzulande entdeckt. Nun feiert sie ihren 90. Geburtstag.
Als das Werk der amerikanischen Schriftstellerin Paula Fox in Deutschland entdeckt wurde, war sie schon Ende siebzig. Im Jahr 2000 erschien als erstes übersetztes Buch der Roman „Was am Ende bleibt“ (das Original von 1970 heißt „Desperate Characters“ - verzweifelte Figuren). Er ist nun zum neunzigsten Geburtstag der Autorin von ihrem deutschen Verlag C.H. Beck wiederaufgelegt worden, diesmal ergänzt um einen Essay, den Jonathan Franzen 1996 im „Harper’s Magazine“ über seine Zweifel am amerikanischen Gesellschaftsroman geschrieben und der das Comeback von Paula Fox in ihrer Heimat eingeleitet hatte. Franzen stellte damals lapidar fest, dass er „als Leser durch die Lektüre von ,Was am Ende bleibt‘ gerettet wurde“. Wohlgemerkt als Leser, nicht als Autor. Doch genau das war dann doch der Fall: „Die Korrekturen“, Franzens gefeierter dritter Roman, erschien zwar erst 2001, doch sein Essay war fünf Jahre früher unter dem Eindruck entstanden, dass er für sein Exposé endlich einen Verlag gefunden hatte.





