Rente in der Schweiz : Langes Leben bringt die Eidgenossen in Probleme

Nur die über Achtzigjährigen müssen keine Einschnitte in der Rentenversicherung befürchten. Aber an Sparen denken nur wenige, denn der Nullzins verführt zum Konsum.
Die Schweizer gehören zu den begütertsten Menschen auf der Welt. Darüber hinaus leben sie auch noch am längsten. Mit einer durchschnittlichen Lebenserwartung von knapp 83 Jahren haben sie inzwischen sogar die Japaner überholt, ganz zu schweigen von den Deutschen mit gut 80 Jahren. Die Hälfte der heute fünfundsechzigjährigen Schweizerinnen wird sogar älter als 90 Jahre. Das bringt die Altersvorsorgesysteme unter Druck: In der staatlichen Rentenversicherung AHV klafft eine Finanzierungslücke von rund einer Milliarde Franken, und die in der Schweiz obligatorischen Betriebsrenten sind zu hoch. Aber auch mit der freiwilligen Vorsorge, ob steuerbegünstigt in der sogenannten Säule 3a oder als zusätzliches Sparen in der Säule 3b, hapert es.
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