Love Hotels :
Kann man von Japan lernen?

Von
Jörg Albrecht
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Im „Casa de Due“ in Tokio wird schon am Eingang für Stimmung gesorgt.

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Das Land der aufgehenden Sonne galt lange Zeit als Zukunftslabor. Was Wissenschaft und Technik betrifft, mag das immer noch stimmen. Aber wie steht es dort mit dem Sex?

Es war einmal eine Zeit in den achtziger Jahren, da galt Japan als Land der Zukunft. Firmen wie Toshiba und Hitachi hatten den globalen Elektronikmarkt erobert, Mitsubishi und Toyota waren dabei, die Autobranche aufzurollen. Selbst Porsche-Manager reisten an, um hinter das Geheimnis des kaizen zu kommen, also der Kunst, gleichzeitig Qualität und Profit zu steigern. „Lernt von Japan!“ hieß der Schlachtruf. Dann platzte ausgerechnet dort eine beispiellose Immobilienblase, der Aktienmarkt implodierte, die Wirtschaft schlitterte in die Deflation und hat sich bis heute nicht recht erholt. Und auch davon könnte man lernen: Japan ist einer der am weitesten entwickelten Industriestaaten der Welt mit den höchsten Staatsschulden. Die Bevölkerung altert. Traditionen verschwinden. Roboter übernehmen Aufgaben, für die sich kein Personal mehr findet. Das alles könnte auch dem Westen drohen.

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