Baujahr 1530 : Uralter Anrainer braucht behutsames Facelifting

Der Efeu wächst ins Schlafzimmer, viele Holzbalken sind morsch. Eines der ältesten Häuser am Bodensee wird umgebaut. Kann es seinen Charakter bewahren?
Fünfzig Zentimeter weiter nach rechts. Besser noch sechzig. Corinne Lasmezas steht im Dachgeschoss des Hauses und deutet mit ausgebreiteten Armen an, wo sie später einmal ein Fenster wünscht. Dann die Rückfrage: „Geht das überhaupt?“ Die Bauherrin blickt reihum Statiker, Zimmermeister und Architektin an, die zur Besichtigung gekommen sind. Um zu verstehen, warum ein Dachfenster einen solchen Stellenwert genießt, lohnt es sich, vom Haus aus 92 Schritte zurückzutreten. Dann nämlich steht man mit einem Bein im Bodensee. An sonnigen Tagen reicht der Blick von hier, in Langenargen am Nordufer, bis nach Romanshorn in die Schweiz.
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