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Verhaftete Huawei-Managerin : Die Frau zwischen den Handelskriegsfronten

Ist auf Ersuchen der amerikanischen Regierung in Kanada festgenommen worden: die Tochter des Huawei-Gründers Meng Wanzhou. Bild: EPA

Die verhaftete Huawei-Finanzchefin Meng Wanzhou hat einen sehr berühmten Vater. Dennoch könnte sie schon bald in einer amerikanischen Gefängniszelle landen. Ist das Zufall?

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          In den Augen chinesischer Eltern, von denen die allermeisten nur ein Kind haben, ist das der Albtraum: Die eigene Tochter wird an einem ausländischen Flughafen verhaftet und sieht der Auslieferung an Chinas Erzfeind Amerika entgegen.

          Hendrik Ankenbrand

          Wirtschaftskorrespondent für China mit Sitz in Schanghai.

          Im Fall der am 1. Dezember im kanadischen Vancouver festgenommene Meng Wanzhou ist das die Realität. Die im Jahr 1972 geborene Chinesin ist nicht nur stellvertretende Aufsichtsratschefin und Finanzvorstand des Technologiekonzerns Huawei aus dem südchinesischen Shenzhen, das an der Grenze zur Sonderverwaltungszone Hongkong liegt.  

          Meng ist auch und vor allem die Tochter einer chinesischen Unternehmerlegende. Ihr Vater ist der 74 Jahre alte Ren Zhengfei, dem Gründer von Huawei. Dabei handelt es sich um das wichtigste Unternehmen Chinas, das nicht nur mehr Smartphones verkauft als Apple. Außer in Amerika baut Huawei über all auf der Welt Netzwerke. Für die deutschen Mobilfunkbetreiber ist es der wichtigste Zulieferer. Und auch bei der Entwicklung des neuen 5G-Netzes, über das in der deutschen Industrie die Daten der Roboter in den Fabriken laufen werden, ist Huawei ganz vor mit dabei.

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