Tunnelbau in den Alpen : „Der Gotthard ist mein Lebensprojekt“

Die schweren Maschinen des badischen Familienunternehmens Herrenknecht bohren die zweite Röhre für den Gotthard-Straßentunnel. Mit dem Milliardenprojekt will die Schweiz die wichtige Alpenverbindung für Autofahrer sicherer machen.
Schrilles Pfeifen tönt durch den Tunnel. Die Anlage beginnt zu vibrieren, das gewaltige Rundschild mit einem Durchmesser von mehr als zwölf Metern setzt sich in Bewegung. Ein ohrenbetäubendes dumpfes Rattern erfüllt die Röhre tief unter dem Gotthard-Massiv. Die Tunnelbohrmaschine Alessandra läuft an. Die Rollenmeißel in dem sich drehenden Bohrkopf beißen sich in den Fels, sie schaben, fräsen, brechen ihn ab. Der Stein fällt in kleinen Brocken auf ein Förderband, das das Geröll nach hinten bringt. Hauke Helmerichs leuchtet mit einer Taschenlampe durch eine Luke von hinten auf das rumpelnde Rundschild, bevor der Ingenieur sich umdreht und durch den Staub zum Leitstand von Alessandra geht.
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