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USA : Stellantis vor Einigung im Abgasstreit

Das Chrysler Technology Center in Auburn Hills Bild: dpa

Der Opel-Mutterkonzern Stellantis ist bemüht, den letzten größeren Rechtsstreit in den USA wegen der Manipulation von Abgaswerten in Dieselmotoren beizulegen.

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          Der Opel-Mutterkonzern Stellantis ist bemüht, den letzten größeren Rechtsstreit in den USA wegen der Manipulation von Abgaswerten in Dieselmotoren beizulegen. Dem Vernehmen nach hat der Autohersteller dafür eine Einigung mit der amerikanischen Justiz erzielt. Diese sieht vor, den Fall für die Zahlung von rund 300 Millionen Dollar zu den Akten zu legen. Am Freitag wurde formal Anklage gegen Stellantis erhoben und ein Gerichtstermin in Detroit anberaumt. Ein Ergebnis dieser Verhandlung lag zum Redaktionsschluss dieser Zeitung nicht vor.

          Niklas Záboji
          Wirtschaftskorrespondent in Paris

          Laut der Nachrichtenagentur Reuters bekennt sich Stellantis schuldig, zur Einhaltung der Emissionsvorschriften die Motoren von zwischen 2014 und 2016 zugelassenen Autos der Marken Jeep und Ram manipuliert zu haben. Die amerikanischen Regulierungsbehörden und Kunden seien getäuscht worden. Der Konzern habe Autos verkauft, „wissend, dass diese Fahrzeuge die US-Emissionsnormen nicht erfüllen“, zitiert Reuters aus der Anklageschrift. Stellantis wollte die Angelegenheit am Freitag nicht kommentieren.

          Schon Anfang 2019 hatte das Stellantis-Vorgängerunternehmen Fiat-Chrysler im Streit um die Abgaswerte in Dieselmotoren einen Vergleich mit der amerikanischen Justiz geschlossen. Dafür hatte es 800 Millionen Dollar gezahlt. Fiat-Chrysler hatte seinerzeit jedoch beteuert, dass der Vergleich nicht mit einem Schuldeingeständnis einhergehe – anders als im Fall von Volkswagen. Der Konkurrent aus Wolfsburg musste wegen der manipulierten Abgaswerte allerdings ein Vielfaches mehr an Strafe zahlen.

          Für Stellantis, Anfang 2021 hervorgegangen aus der Fusion von Fiat-Chrysler mit Peugeot-Citroën, ist Nordamerika der umsatzstärkste Markt. Vor allem die Nachfrage nach den neuen Jeep-Modellen Grand Cherokee L und Wagoneer/Grand Wagoneer sowie der überarbeiteten Version des Compass haben zuletzt stark angezogen. Insgesamt vereint Stellantis 14 Automarken unter seinem Dach, in Amerika zählen dazu neben Jeep Chrysler, Dodge und Ram.

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