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Nach Ryanair-Einstieg : Eurowings beendet Zusammenarbeit mit Laudamotion

  • Aktualisiert am

Ein Laudamotion-Airbus auf dem Flughafen Düsseldorf. Bild: dpa

Das ging schnell: Keine drei Monate nach ihrem Beginn soll die Zusammenarbeit von Laudamotion mit der Lufthansa-Tochter schon wieder vorbei sein. Der Grund dafür dürfte in Dublin sitzen.

          Die Lufthansa-Tochter Eurowings beendet ihre erst im März begonnene Zusammenarbeit mit der österreichischen Fluglinie Laudamotion. Damit reagiert das Unternehmen auf den Einstieg des Billigfliegers Ryanair bei der neuen Fluglinie des Ex-Rennfahrers Niki Lauda.

          „Wir werden die Kooperation fristgerecht zum 31. Mai beenden“, sagte ein Eurowings-Sprecher am Freitag. Eurowings hatte seit März vier Flugzeuge samt Besatzungen von Lauda angemietet und war eigentlich an einer Fortsetzung im Sommer interessiert. Der Reisekonzern Thomas Cook und sein Ferienflieger Condor stoppten ihre Zusammenarbeit mit Laudamotion schon Ende April.

          Auslöser: die Computersysteme

          Der Eurowings-Sprecher nannte als Grund, dass Laudamotion jetzt die Computersysteme von Ryanair nutzt. Diese seien nicht mit denen von Eurowings kompatibel. Zudem hätte Laudamotion die gewünschten Flugkapazitäten ab Juni nicht mehr zur Verfügung stellen können. Die Lufthansa-Tochter hatte bei den Österreichern im März eigentlich acht Maschinen samt Personal mieten wollen, letztlich aber nur vier erhalten.

          Niki Lauda hatte die einst von ihm gegründete, inzwischen insolvente Air-Berlin-Tochter Niki im Januar übernommen und im März unter dem Namen Laudamotion neu an den Start gebracht. Wenig später gewann er Europas größten Billigflieger Ryanair als Investor. Die Iren haben knapp ein Viertel der Anteile erworben und wollen absehbar 75 Prozent an Laudamotion übernehmen.

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