Musikmesse in Frankfurt : Das Geschäft mit Instrumenten lohnt sich

Deutsche Betriebe verkaufen mehr Musikinstrumente. Asiatische Hersteller versuchen, höherpreisige Geräte herzustellen - und kopieren Vorbilder aus dem Westen.
Auf dem Tisch liegen drei Blätter, alle zeigen die gleiche Tuba - fast. Ganz rechts ist es die computeranimierte Abbildung des Instruments. Die hat ihnen ein amerikanischer Händler geschickt, erzählt Gerhard Meinl, Geschäftsführer des Unternehmens B&S aus Markneukirchen, das er in siebter Generation leitet. „Die sieht doch aus wie Eure, oder?“, hatte der Händler geschrieben. Zuvor hatte ihm ein chinesisches Unternehmen angekündigt, eine neue Tuba herzustellen, und die Computeranimation mitgeschickt. Nun liegen die Instrumente quasi nebeneinander, und auf den ersten Blick findet sich kaum etwas, mit dem sie sich unterscheiden lassen. Das Foto in der Mitte zeigt die Tuba aus China, die das Unternehmen zu der am Mittwoch in Frankfurt eröffneten Musikmesse herausgebracht hat, dem größten Branchentreffen der Welt. Ganz rechts ist es ein Foto des Instruments aus dem eigenen Haus, das Meinl auf dem Messestand zeigt.





