Aufsichtsrat : Die Post will Suder

Die Deutsche Post muss einen Posten im Aufsichtsrat neu besetzen. Auf der Hauptversammlung im Mai sollen die Aktionäre die frühere McKinsey-Beraterin und Ex-Staatssekretärin Katrin Suder in das Kontrollgremium wählen.
Die frühere McKinsey-Beraterin und spätere Staatssekretärin im Verteidigungsministerium, Katrin Suder, soll in den Aufsichtsrat der Deutschen Post einziehen. Das geht aus der Einladung der Deutschen Post zur Hauptversammlung am 4. Mai in Bonn hervor. Demnach soll Suder im Aufsichtsrat den Posten von Katja Windt übernehmen, die nach zwölfjähriger Amtszeit nicht mehr zur Wiederwahl antritt. Mit Katrin Suder wäre der Posten im Kontrollgremium prominent besetzt. Sie war von 2014 bis 2018 Staatssekretärin im Verteidigungsministerium. Die damalige Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hatte Suder von McKinsey in ihr Ministerium geholt, um den desolaten Zustand der Bundeswehrausrüstung in den Griff zu bekommen. Die promovierte Physikerin stieß dabei innerhalb der Bundeswehr und des Beschaffungsamts in Koblenz auf Widerstände. In der Folgezeit war das Ministerium auch wegen umstrittener Beraterverträge in die Schlagzeilen geraten. Suder konnten im Zuge der Untersuchungen aber keine Verfehlungen nachgewiesen werden. Vor zwei Jahren wollte Volkswagen Suder in den Vorstand für das Ressort IT berufen, doch die Berufung scheiterte am Ende überraschend, mutmaßlich am Widerstand der Arbeitnehmervertreter.
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