Haniel-Konzern : Kluge verzichtet auf Vertragsverlängerung

Nach seinem Rückzug von der Metro-Aufsichtsratsspitze folgt als zweiter Schritt der Abschied beim Mehrheitsaktionär. Vertrauen sei nicht teilbar, argumentiert er.
Als Jürgen Kluge im Januar 2010 sein Amt als Vorstandsvorsitzender des Familienunternehmens Haniel antrat, gab es manche kritische Stimme. Ein Beratungs-Profi wechselt ins operative Geschäft an die Vorstandsspitze eines namhaften Konzerns. Sind das nicht völlig unterschiedliche Paar Schuhe, wurde geunkt. Nun wirft Kluge komplett das Handtuch. Er steht für eine Verlängerung seines bis Ende 2012 laufenden Vertrages nicht zur Verfügung. Die Verlängerung um die üblichen drei Jahre wäre Thema der Haniel-Aufsichtsratssitzung Anfang kommenden Jahres gewesen. Der promovierte Physiker und langjährige McKinsey-Deutschland-Chef liefert für seinen Entschluss eine nüchterne Begründung: „Der Vorstand hat die Kontrolle über das wichtigste Asset des Unternehmens verloren“, sagt er mit Blick auf die etwas mehr als 30 Prozent ausmachende Beteiligung an dem Düsseldorfer Metro-Konzern.





