Versicherungen im Umbruch : Melonis langer Arm reicht bis zum Versicherer Generali

Der italienische Finanzkonzern muss sein Gemeinschaftsunternehmen mit der französischen Bank Natixis absagen. Wie geht es mit neuen unbequemen Aktionären nun weiter?
Der Deal war gefeiert worden, lange bevor er zum Abschluss kam: Der Generali -Vorstandsvorsitzende Philippe Donnet erklärte im vergangenen Januar, „enorm stolz“ auf die geleistete Arbeit und die „fundamentale Etappe“ zu sein. Sein Amtskollege der französischen Bank BPCE , Nicolas Namias, zeigte sich „begeistert“ über die Vereinbarung zwischen den beiden Unternehmen. Generali und die BPCE-Tochtergesellschaft Natixis wollten vor knapp einem Jahr ihre jeweiligen Vermögensverwaltungen zusammenlegen und so Europas größten Branchenanbieter mit Einnahmen von 4,1 Milliarden Euro und einem Vermögensbestand von 1900 Milliarden Euro schaffen. Doch die wichtigsten Aktionäre von Generali haben mit dem Segen der italienischen Regierung das geplante Gemeinschaftsunternehmen gekippt. Den Abbruch der Verhandlungen gaben die beiden Unternehmen in der vergangenen Woche bekannt. In ihrer gemeinsamen Erklärung wiesen sie noch mal auf „die Vorzüge und den Wert einer Partnerschaft“ hin, verzichteten jedoch auf jegliche Begründung der Trennung.


