Frosta-Chef Felix Ahlers : Chemie kommt ihm nicht in die Pfanne

Seine Karriere startete er als Azubi bei einem Sternekoch. Im Familienunternehmen gaben da noch die Lebensmittelchemiker den Ton an.
Der Begriff wirkt sperrig und altmodisch, und vor 20 Jahren wird das nicht anders gewesen sein, als Frosta das „Reinheitsgebot“ für die eigenen Produkte ausrief. Die Kunden wollten nicht mehr zahlen für ihr Hühnerfrikassee, nur weil auf Zusatzstoffe verzichtet wurde. Der Tiefkühl-Spezialist rutschte in die Verlustzone, das Geld wurde knapp, jeder zehnte Mitarbeiter musste gehen. „Das war ein Flop“, registriert Felix Ahlers rückblickend, und genauso nüchtern stellt er fest: Die Zäsur war genau richtig, heute trifft Frosta den Nerv der Verbraucher. Die goutieren es, dass auf Frosta-Verpackungen genau zu erkennen ist, welche Zutaten verarbeitet wurden und wo diese herkommen – und dass Chemie außen vor bleibt. So kommt es, dass Frosta im vergangenen Jahr den Absatz mengenmäßig um gut 4 Prozent steigerte, während der Markt nach Abflauen des Corona- und Homeoffice-Booms um 8 Prozent schrumpfte. Und trotz aller Kostensteigerungen vermeldet die Frosta AG immer noch eine Rendite von mehr als 4 Prozent nach Steuern.
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