Business-Ticker : Verdi ruft zu bundesweiten Warnstreiks bei privaten Banken auf
Lesezeit:

Die Gewerkschaft fordert unter anderem sechs Prozent mehr Gehalt für die Bank-Beschäftigten.dpa
Volvo plant, weltweit 2500 Stellen abzubauen +++ US-Großbanken sperren KI-Agenten wohl aus Kundenkonten aus +++ Evonik soll Übernahme des US-Konkurrenten Ashland prüfen +++ Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog
Verdi ruft zu bundesweiten Warnstreiks bei privaten Banken auf
Die Gewerkschaft Verdi ruft die Beschäftigten der privaten Banken für die kommende Woche zu ersten bundesweiten Warnstreiks auf. Damit solle der Druck auf die Arbeitgeber vor der zweiten Verhandlungsrunde am 2. November erhöht werden, teilte Verdi am Freitag mit. Zum Auftakt der Gespräche am 8. Oktober habe der Arbeitgeberverband des privaten Bankgewerbes (AGV Banken) kein Angebot vorgelegt und zentrale Anliegen der Beschäftigten zurückgewiesen. Von dem Tarifkonflikt sind rund 150.000 Beschäftigte betroffen.
Die Gewerkschaft fordert sechs Prozent mehr Gehalt sowie monatlich 300 Euro mehr für Nachwuchskräfte bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. „Bei den Gewinnen wird geliefert, beim Gehalt bleiben die Banken ihren Beschäftigten ein Angebot schuldig“, sagte Verdi-Verhandlungsführer Jan Duscheck. Wer täglich zum Erfolg der Branche beitrage, erwarte zu Recht eine faire Beteiligung. „Mit den bundesweiten Warnstreiks machen wir deutlich: Die Arbeitgeber müssen sich bewegen – am 2. November brauchen wir ein verhandlungsfähiges Angebot.“
Neben den Entgeltforderungen verlangt Verdi verbindliche Regelungen zu Beschäftigungsschutz und Qualifizierung beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI). „Wer in neue Technik investiert, muss auch in die Menschen investieren, die damit arbeiten“, erklärte Duscheck. Zudem sollen Nachwuchskräfte nach der Ausbildung unbefristet in Vollzeit übernommen werden und die Beschäftigten die Möglichkeit erhalten, Gehalt in bis zu 20 zusätzliche freie Tage umzuwandeln. Die Arbeitgeber lehnen dies ab und haben kritisiert, dies entspreche einer Arbeitszeitverkürzung von fast zehn Prozent und führe „jede seriöse Personalplanung ad absurdum“.
Die Gewerkschaft fordert sechs Prozent mehr Gehalt sowie monatlich 300 Euro mehr für Nachwuchskräfte bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. „Bei den Gewinnen wird geliefert, beim Gehalt bleiben die Banken ihren Beschäftigten ein Angebot schuldig“, sagte Verdi-Verhandlungsführer Jan Duscheck. Wer täglich zum Erfolg der Branche beitrage, erwarte zu Recht eine faire Beteiligung. „Mit den bundesweiten Warnstreiks machen wir deutlich: Die Arbeitgeber müssen sich bewegen – am 2. November brauchen wir ein verhandlungsfähiges Angebot.“
Neben den Entgeltforderungen verlangt Verdi verbindliche Regelungen zu Beschäftigungsschutz und Qualifizierung beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI). „Wer in neue Technik investiert, muss auch in die Menschen investieren, die damit arbeiten“, erklärte Duscheck. Zudem sollen Nachwuchskräfte nach der Ausbildung unbefristet in Vollzeit übernommen werden und die Beschäftigten die Möglichkeit erhalten, Gehalt in bis zu 20 zusätzliche freie Tage umzuwandeln. Die Arbeitgeber lehnen dies ab und haben kritisiert, dies entspreche einer Arbeitszeitverkürzung von fast zehn Prozent und führe „jede seriöse Personalplanung ad absurdum“.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Generali Deutschland will 800 Stellen abbauen
Die Deutschland-Tochter des italienischen Versicherungskonzerns Generali will in den nächsten vier Jahren im Zuge des Konzernumbaus 800 Stellen abbauen. Die Arbeitsplätze würden bis Ende 2030 durch Investitionen in technologischen Fortschritt und die dadurch erhofften Produktivitätssteigerungen überflüssig, teilte Generali Deutschland am Freitag mit. Das Unternehmen mit Sitz in München beschäftigt rund 9100 Mitarbeiter. Man wolle zum Abbau Altersteilzeit, ohnehin geplante Renteneintritte und natürliche Fluktuation nutzen. Bis Ende 2030 gelte eine Standort- und Arbeitsplatz-Garantie, sagte Personalvorstand Arne Benzin.
Generali Deutschland kündigte an, einen dreistelligen Millionenbetrag für die Modernisierung der IT, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz in die Hand zu nehmen. Man wolle sich auf versicherungsnahe Tätigkeiten konzentrieren, andere Aufgaben sollen an Partner ausgelagert werden. „Komplexität soll weiter reduziert werden und die Verantwortlichkeiten in den kunden-, vertriebs- und marktnahen Bereichen gestärkt werden“, hieß es in der Mitteilung. Die Standorte in Aachen, Nürnberg und Stuttgart sollen aufgegeben werden, die Mitarbeiter sollen in Köln, München und Karlsruhe zusammengeführt werden. Daneben sollen Regionalzentren in Hamburg und Saarbrücken entstehen.
Über die Umsetzung werde nun mit dem Betriebsrat verhandelt. Die Versicherungsbranche verändere sich schnell und tiefgreifend wie nie, sagte Generali-Deutschland-Chef Stefan Lehmann. „Mit den geplanten Veränderungen schaffen wir die Voraussetzungen, um auch künftig profitabel zu wachsen und unseren Kunden und Vertriebspartnern erstklassige Lösungen und Services zu bieten.“
Generali Deutschland kündigte an, einen dreistelligen Millionenbetrag für die Modernisierung der IT, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz in die Hand zu nehmen. Man wolle sich auf versicherungsnahe Tätigkeiten konzentrieren, andere Aufgaben sollen an Partner ausgelagert werden. „Komplexität soll weiter reduziert werden und die Verantwortlichkeiten in den kunden-, vertriebs- und marktnahen Bereichen gestärkt werden“, hieß es in der Mitteilung. Die Standorte in Aachen, Nürnberg und Stuttgart sollen aufgegeben werden, die Mitarbeiter sollen in Köln, München und Karlsruhe zusammengeführt werden. Daneben sollen Regionalzentren in Hamburg und Saarbrücken entstehen.
Über die Umsetzung werde nun mit dem Betriebsrat verhandelt. Die Versicherungsbranche verändere sich schnell und tiefgreifend wie nie, sagte Generali-Deutschland-Chef Stefan Lehmann. „Mit den geplanten Veränderungen schaffen wir die Voraussetzungen, um auch künftig profitabel zu wachsen und unseren Kunden und Vertriebspartnern erstklassige Lösungen und Services zu bieten.“
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Munich Re erhöht Jahresprognose
Eine geringe Großschadenbelastung stimmt den Versicherungskonzern Munich Re zuversichtlich, im Gesamtjahr mehr als bislang erwartet zu verdienen. Am Freitag erhöhte der führende Rückversicherer seine Prognose für den Nettogewinn von 6,3 auf 6,6 Milliarden Euro.
Im Vorjahr waren es 6,1 Milliarden Euro. Nach neun Monaten hat die Münchener Rück 5,7 Milliarden Euro verdient. Das ist ebenfalls eine halbe Milliarde Euro mehr als im Vorjahreszeitraum. Im dritten Quartal lag das Ergebnis mit 1,7 Milliarden Euro über dem Durchschnitt der Prognosen durch Analysten von knapp 1,5 Milliarden Euro.
Neben einer sehr erfreulichen operativen Entwicklung in allen Geschäftssegmenten hätten dazu eine Großschadenbelastung unterhalb der durchschnittlichen Erwartung in der Schaden- und Unfall-Rückversicherung sowie ein starkes Kapitalanlageergebnis in der Rückversicherung beigetragen, wie die Münchener Rück vorab mitteilte.
Die endgültigen Quartalsergebnisse wird der Konzern wie geplant am 12. November veröffentlichen. Vorbehaltlich der Großschadenentwicklung im verbleibenden Teil des Jahres beabsichtigt die Munich Re nach eigenen Angaben, die Bilanz im Schlussquartal – wo angemessen – auch weiter zu stärken.
Im Vorjahr waren es 6,1 Milliarden Euro. Nach neun Monaten hat die Münchener Rück 5,7 Milliarden Euro verdient. Das ist ebenfalls eine halbe Milliarde Euro mehr als im Vorjahreszeitraum. Im dritten Quartal lag das Ergebnis mit 1,7 Milliarden Euro über dem Durchschnitt der Prognosen durch Analysten von knapp 1,5 Milliarden Euro.
Neben einer sehr erfreulichen operativen Entwicklung in allen Geschäftssegmenten hätten dazu eine Großschadenbelastung unterhalb der durchschnittlichen Erwartung in der Schaden- und Unfall-Rückversicherung sowie ein starkes Kapitalanlageergebnis in der Rückversicherung beigetragen, wie die Münchener Rück vorab mitteilte.
Die endgültigen Quartalsergebnisse wird der Konzern wie geplant am 12. November veröffentlichen. Vorbehaltlich der Großschadenentwicklung im verbleibenden Teil des Jahres beabsichtigt die Munich Re nach eigenen Angaben, die Bilanz im Schlussquartal – wo angemessen – auch weiter zu stärken.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
US-Großbanken sperren KI-Agenten wohl aus Kundenkonten aus
Führende amerikanische Banken blockieren Insidern zufolge den Zugriff von externen Programmen mit Künstlicher Intelligenz (KI) auf Kundenkonten. Damit reagierten die Geldhäuser auf die Sorge, dass sogenannte KI-Agenten selbstständig und ohne Anweisung der Nutzer Transaktionen vornehmen könnten, sagten zwei mit den Blockaden vertraute Personen am Donnerstag dem Finanzdienst Reuters.
In der Finanzbranche wächst die Befürchtung, dass hochentwickelte KI-Anwendungen das Bankensystem und die Einlagen der Kunden gefährden könnten. In einigen Fällen hätten Bankkunden ihre Zugangsdaten an KI-Agenten gegeben, sagte ein Branchenvertreter demnach. Die Banken würden solche Transaktionen in der Regel markieren und blockieren.
In der Finanzbranche wächst die Befürchtung, dass hochentwickelte KI-Anwendungen das Bankensystem und die Einlagen der Kunden gefährden könnten. In einigen Fällen hätten Bankkunden ihre Zugangsdaten an KI-Agenten gegeben, sagte ein Branchenvertreter demnach. Die Banken würden solche Transaktionen in der Regel markieren und blockieren.
Zu den Instituten, die externe KI-Anwendungen sperren, gehört dem Reuters-Bericht zufolge Morgan Stanley. Dort seien bislang jedoch keine Fälle von eigenmächtig handelnden KI-Agenten aufgetreten, sagten Insider. Jamie Dimon, Chef der Großbank JP Morgan, hatte schon Anfang Oktober erklärt, seine Bank entwickle eigene Werkzeuge, um die Risiken zu beherrschen. „Wir werden nicht einfach jeden externen Agenten in das Unternehmen lassen, weil das für die Kunden und für JP Morgan einfach zu riskant ist“, sagte Dimon.
Auch der Chef des Finanzdienstleisters Charles Schwab, Richard Wurster, betonte, sein Institut blockiere unautorisierte Agenten. Er erhalte täglich einen Bericht darüber, wie oft dies geschehe. „Es sind nicht viele, weil ich glaube, dass die Leute sie in ihrem Finanzleben nicht auf diese Weise nutzen“, sagte Wurster. Die Sperrungen seien jedoch notwendig, um die Kontrolle über die Authentifizierung zu behalten. Zuvor hatte das Nachrichtenportal „Axios“ am Donnerstag über derartige Blockaden von Banken berichtet.
Auch der Chef des Finanzdienstleisters Charles Schwab, Richard Wurster, betonte, sein Institut blockiere unautorisierte Agenten. Er erhalte täglich einen Bericht darüber, wie oft dies geschehe. „Es sind nicht viele, weil ich glaube, dass die Leute sie in ihrem Finanzleben nicht auf diese Weise nutzen“, sagte Wurster. Die Sperrungen seien jedoch notwendig, um die Kontrolle über die Authentifizierung zu behalten. Zuvor hatte das Nachrichtenportal „Axios“ am Donnerstag über derartige Blockaden von Banken berichtet.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Volvo Cars schreibt im dritten Quartal Verluste und plant Stellenabbau
Der schwedische Autobauer Volvo Cars ist im dritten Quartal in die roten Zahlen gerutscht und streicht rund 2500 Arbeitsplätze. Das mehrheitlich zum chinesischen Konzern Geely gehörende Unternehmen verzeichnete einen bereinigten operativen Verlust von 3,7 Milliarden schwedischen Kronen (umgerechnet rund 333 Millionen Euro), wie Volvo am Freitag mitteilte. Im Vorjahreszeitraum hatte noch ein Gewinn von 5,8 Milliarden Kronen in den Büchern gestanden. Als Grund für den Einbruch nannte der Konzern den schleppenden Produktionsanlauf des neuen Elektro-SUV EX60 sowie eine schwache Nachfrage in China und den USA.
„Das dritte Quartal 2026 war sehr enttäuschend und spiegelt ein Jahr wider, das weitaus herausfordernder geworden ist als ursprünglich erwartet“, erklärte Konzernchef Hakan Samuelsson. „Unser laufender Sanierungsplan bedarf daher einer entscheidenden Verstärkung.“ Weltweit sollen weitere rund 2500 Arbeitsplätze abgebaut werden, davon 2000 in Schweden. Diese kommen zu den weltweit 3000 Stellenstreichungen hinzu, die Samuelsson schon 2025 nach seiner Rückkehr als Vorstandsvorsitzender angekündigt hatte. Zusätzlich zu den bereits laufenden Sparmaßnahmen sollen die Kosten bis Ende kommenden Jahres um weitere fünf Milliarden Kronen gedrückt werden.
„Das dritte Quartal 2026 war sehr enttäuschend und spiegelt ein Jahr wider, das weitaus herausfordernder geworden ist als ursprünglich erwartet“, erklärte Konzernchef Hakan Samuelsson. „Unser laufender Sanierungsplan bedarf daher einer entscheidenden Verstärkung.“ Weltweit sollen weitere rund 2500 Arbeitsplätze abgebaut werden, davon 2000 in Schweden. Diese kommen zu den weltweit 3000 Stellenstreichungen hinzu, die Samuelsson schon 2025 nach seiner Rückkehr als Vorstandsvorsitzender angekündigt hatte. Zusätzlich zu den bereits laufenden Sparmaßnahmen sollen die Kosten bis Ende kommenden Jahres um weitere fünf Milliarden Kronen gedrückt werden.
Volvo Cars hatte Anfang des Monats seine Prognose für das ganzjährige Verkaufsvolumen und den Cashflow gestrichen. Das Unternehmen verwies dabei auf ein zunehmend schwieriges Marktumfeld und sich verschlechternde kurzfristige Aussichten. Die Aktie des Autobauers war in dieser Woche auf ein Rekordtief gefallen und hat im bisherigen Jahresverlauf 54 Prozent an Wert verloren.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Prüft auch Evonik eine große Übernahme?
Der Spezialchemiekonzern Evonik prüft zwei Insidern zufolge eine Übernahme des US-Konkurrenten Ashland. Zwei mit den Bestrebungen vertraute Personen sagten am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters, Evonik sei einer von mehreren Interessenten für das Unternehmen, das an der New Yorker Börse mit 3,3 Milliarden Dollar bewertet wird. Ashland habe auf Druck von aktivistischen Investoren begonnen, nach Interessenten Ausschau zu halten, sagte einer der Insider. Der Prozess – und damit die Bemühungen von Evonik – hätten noch vor dem Vorstoß von BASF zur Übernahme des Essener Konzerns begonnen. Das Vorgehen sei daher nicht als „Giftpille“ zur Abwehr von BASF zu sehen. Evonik wollte sich dazu nicht äußern, Ashland war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.
In der Reuters-Meldung heißt es weiter: Das „Handelsblatt“, das als Erstes über das Interesse an Ashland berichtet hatte, schrieb, Evonik wolle mit einem Zukauf in den USA die Abhängigkeit vom europäischen Markt verringern, Ashland passe gut in die Strategie, da sich die Portfolios unter anderem bei Kosmetik-Inhaltsstoffen und Spezialadditiven ergänzten. Neben Evonik hätten auch Finanzinvestoren wie Advent, Apollo und Carlyle Kontakt zu Ashland aufgenommen. Evonik habe die Investmentbanken Perella Weinberg und JP Morgan beauftragt, den Markt nach geeigneten Zielen zu sondieren.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Spotify meldet elf Millionen mehr Nutzer
Der Musik-Streamingdienst Spotify hat im dritten Quartal einen deutlichen Anstieg seiner Nutzerzahlen verbucht. Die Zahl der monatlich aktiven Nutzenden sei um elf Millionen auf 788 Millionen gestiegen, erklärte das schwedische Unternehmen am Donnerstag. Im Vergleich zum Vorjahr sei dies ein Anstieg um elf Prozent. 306 Millionen sind den Angaben nach zahlende Nutzer mit einem Abonnement. Hier gab es einen Anstieg um neun Prozent. Die restlichen Spotify-Hörer nutzen das kostenlose Angebot des Unternehmens, bei dem Werbung geschaltet wird. Bis Jahresende soll die Nutzerzahl auf 818 Millionen ansteigen, 316 davon zahlend.
Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 16 Prozent auf 4,97 Milliarden Euro, wie Spotify weiter ausführte. Das Betriebsergebnis legte um 15 Prozent auf 672 Millionen Euro zu. Im wichtigen Weihnachtsgeschäft rechnet Sportify zudem mit einem Gewinnsprung und hat seine Prognose für das vierte Quartal entsprechend angehoben. So wird nun ein operativer Gewinn von 820 Millionen Euro erwartet. Analysten hatten im Schnitt mit 813,4 Millionen Euro gerechnet. Das Unternehmen setze darauf, dass seine neuen KI-Funktionen das Nutzerwachstum ankurbeln, teilte der Konzern mit. Die Aktie des Unternehmens legte im vorbörslichen Handel zeitweise um mehr als drei Prozent zu.
Mit seinen Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) will Spotify neue Nutzer gewinnen und sich gegen aufstrebende Konkurrenten wie Suno und Udio wehren, die ebenfalls Musik mit KI erzeugen. Zu den Angeboten gehören ein KI-DJ, der personalisierte Musikmischungen mit Kommentaren zusammenstellt, sowie per Texteingabe erstellte Playlists. Inzwischen kennzeichnet der Dienst Künstler, die als gänzlich KI-generiert identifiziert wurden. Anfang dieser Woche gab das Unternehmen bekannt, dass es in diesem Jahr „mehr als 50 Millionen minderwertige und Spam-Titel“ aus seinen Empfehlungen entfernt habe – was bedeutet, dass diese Titel den Hörern nicht mehr vorgeschlagen werden.
„Wir haben in diesem Quartal geliefert, was wir versprochen haben“, sagte Co-Chef Alex Norstrom. „Wir haben ein starkes Unternehmen aufgebaut, das kontinuierlich wächst. Wir investieren, wenn wir Wachstumschancen sehen, unsere Kosten stabilisieren sich, und es gibt noch viel Potential für die Zukunft.“ Für das vierte Quartal rechne er mit 818 Millionen monatlich aktiven Nutzern, was knapp unter den Schätzungen liegt. Die Prognose für Premium-Abonnenten wurde mit einem Plus von zehn Millionen auf 316 Millionen übertroffen.
Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 16 Prozent auf 4,97 Milliarden Euro, wie Spotify weiter ausführte. Das Betriebsergebnis legte um 15 Prozent auf 672 Millionen Euro zu. Im wichtigen Weihnachtsgeschäft rechnet Sportify zudem mit einem Gewinnsprung und hat seine Prognose für das vierte Quartal entsprechend angehoben. So wird nun ein operativer Gewinn von 820 Millionen Euro erwartet. Analysten hatten im Schnitt mit 813,4 Millionen Euro gerechnet. Das Unternehmen setze darauf, dass seine neuen KI-Funktionen das Nutzerwachstum ankurbeln, teilte der Konzern mit. Die Aktie des Unternehmens legte im vorbörslichen Handel zeitweise um mehr als drei Prozent zu.
Mit seinen Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) will Spotify neue Nutzer gewinnen und sich gegen aufstrebende Konkurrenten wie Suno und Udio wehren, die ebenfalls Musik mit KI erzeugen. Zu den Angeboten gehören ein KI-DJ, der personalisierte Musikmischungen mit Kommentaren zusammenstellt, sowie per Texteingabe erstellte Playlists. Inzwischen kennzeichnet der Dienst Künstler, die als gänzlich KI-generiert identifiziert wurden. Anfang dieser Woche gab das Unternehmen bekannt, dass es in diesem Jahr „mehr als 50 Millionen minderwertige und Spam-Titel“ aus seinen Empfehlungen entfernt habe – was bedeutet, dass diese Titel den Hörern nicht mehr vorgeschlagen werden.
„Wir haben in diesem Quartal geliefert, was wir versprochen haben“, sagte Co-Chef Alex Norstrom. „Wir haben ein starkes Unternehmen aufgebaut, das kontinuierlich wächst. Wir investieren, wenn wir Wachstumschancen sehen, unsere Kosten stabilisieren sich, und es gibt noch viel Potential für die Zukunft.“ Für das vierte Quartal rechne er mit 818 Millionen monatlich aktiven Nutzern, was knapp unter den Schätzungen liegt. Die Prognose für Premium-Abonnenten wurde mit einem Plus von zehn Millionen auf 316 Millionen übertroffen.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Nestlé: dekonsolidiertes Russland-Geschäft wird Bilanz belasten
Beim Schweizer Nahrungsmittelriesen Nestle zieht das Wachstum an. Getrieben vom Geschäft in aufstrebenden Märkten und mit Heimtiernahrung beschleunigte sich das organische Wachstum im dritten Quartal 2026 auf 4,0 Prozent und übertraf damit die Analystenerwartungen. Der Hersteller von Nespresso, Maggi und KitKat setzte in den Sommermonaten 22,8 Milliarden Franken um. „Insgesamt bin ich mit unseren Fortschritten zufrieden, wir sind jedoch noch nicht da, wo wir sein wollen“, erklärte der seit Herbst vergangenen Jahres amtierende Konzernchef Philipp Navratil am Donnerstag. „Es gibt noch einiges zu tun.“
Mehr Klarheit herrscht nun zum Russland-Geschäft von Nestle, das Präsident Wladimir Putin Mitte September unter Zwangsverwaltung gestellt hatte. Die Aktivitäten würden per Ende September 2026 aus dem Finanzabschluss ausgeklammert, erklärte der Konzern. In den ersten neun Monaten setzte der Konzern in Russland rund 1,5 Milliarden Franken um. Für das vierte Quartal kündigte Nestle als Folge der Dekonsolidierung eine Belastung an. Russischen Beamten und US-Geschäftsleuten zufolge ist die Maßnahme gegen Nestle Teil eines verschärften Vorgehens gegen europäische Unternehmen wegen der europäischen Unterstützung für die Ukraine.
Von Juli bis September wuchsen die weltweiten Verkaufsmengen von Nestle um 2,8 Prozent. Im Vorquartal hatten die Volumina um 1,8 Prozent zugelegt. Dazu kamen Preiserhöhungen von 1,1 Prozent und Rückenwind von der Währungsseite. Die Fortschritte stimmten ihn zuversichtlich, erklärte Navratil. „Unsere stärkere Fokussierung und die konsequente Umsetzung zahlen sich aus.“
Mehr Klarheit herrscht nun zum Russland-Geschäft von Nestle, das Präsident Wladimir Putin Mitte September unter Zwangsverwaltung gestellt hatte. Die Aktivitäten würden per Ende September 2026 aus dem Finanzabschluss ausgeklammert, erklärte der Konzern. In den ersten neun Monaten setzte der Konzern in Russland rund 1,5 Milliarden Franken um. Für das vierte Quartal kündigte Nestle als Folge der Dekonsolidierung eine Belastung an. Russischen Beamten und US-Geschäftsleuten zufolge ist die Maßnahme gegen Nestle Teil eines verschärften Vorgehens gegen europäische Unternehmen wegen der europäischen Unterstützung für die Ukraine.
Von Juli bis September wuchsen die weltweiten Verkaufsmengen von Nestle um 2,8 Prozent. Im Vorquartal hatten die Volumina um 1,8 Prozent zugelegt. Dazu kamen Preiserhöhungen von 1,1 Prozent und Rückenwind von der Währungsseite. Die Fortschritte stimmten ihn zuversichtlich, erklärte Navratil. „Unsere stärkere Fokussierung und die konsequente Umsetzung zahlen sich aus.“
Navratil ist dabei, das Geschäft auf die vier Bereiche Kaffee, Produkte für Heimtiere und Nutrition sowie regionale Kulinarikprodukte und Snacks zu fokussieren und sich von einer Reihe anderer Geschäfte zu trennen. So verkauft der Konzern aus Vevey am Genfersee sein Geschäft mit Vitaminen und Nahrungsergänzungsmitteln an einen Finanzinvestor, während das Wassergeschäft in ein Gemeinschaftsunternehmen ausgelagert wird.
Nestle bestätigte die Prognose für das Gesamtjahr, wonach das organische Wachstum zwischen drei und vier Prozent und die bereinigte operative Ergebnismarge im Bereich der 16,4 Prozent der ersten Jahreshälfte liegen sollen.
An der Börse gewann Nestle 1,3 Prozent. Die anziehenden Volumina seien ermutigend und lieferten weitere Belege für die erfolgreiche Umsetzung der Wachstumsprioritäten, erklärte Vontobel-Analyst Jean-Philippe Bertschy. „Die Erholung gewinnt an Glaubwürdigkeit, doch der eigentliche Prüfstein bleibt Konstanz.“
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Roche-Chef warnt vor Europas Rückstand
Der Schweizer Pharmakonzern Roche sieht Europa im globalen Standortwettbewerb ins Hintertreffen geraten und macht künftige Investitionen von verlässlichen politischen Rahmenbedingungen abhängig. „Europa fällt im Vergleich zu den USA und China definitiv zurück und muss wirklich Gas geben, um mit diesen beiden Ländern Schritt zu halten“, sagte Konzernchef Thomas Schinecker am Donnerstag bei der Vorlage der Quartalsbilanz. Als warnendes Beispiel nannte er Deutschland. Wegen der Sparpolitik im Gesundheitswesen hat Roche dort künftige Investitionen auf Eis gelegt. Dies bedeute jedoch keinen endgültigen Investitionsstopp, betonte Schinecker. Man mache weitere Schritte von den Signalen aus Berlin abhängig.
Zwar bezeichne die Bundesregierung die Pharma- und Biotechbranche in Strategiepapieren als Schlüsselindustrie. „Das steht zwar auf dem Papier, aber die Taten stehen im Widerspruch zu den strategischen Absichten“, kritisierte der Roche-Chef. „Wenn sich das nicht ändert, werden wir nicht in Deutschland investieren.“ Die Bundesregierung prüft derzeit eine sogenannte Standortklausel, die forschende Pharmaunternehmen bei den Herstellerrabatten entlasten soll. Auch andere Konzerne wie Eli Lilly und Boehringer Ingelheim haben geplante Investitionen in Deutschland zuletzt gekürzt oder gestrichen.
Zwar bezeichne die Bundesregierung die Pharma- und Biotechbranche in Strategiepapieren als Schlüsselindustrie. „Das steht zwar auf dem Papier, aber die Taten stehen im Widerspruch zu den strategischen Absichten“, kritisierte der Roche-Chef. „Wenn sich das nicht ändert, werden wir nicht in Deutschland investieren.“ Die Bundesregierung prüft derzeit eine sogenannte Standortklausel, die forschende Pharmaunternehmen bei den Herstellerrabatten entlasten soll. Auch andere Konzerne wie Eli Lilly und Boehringer Ingelheim haben geplante Investitionen in Deutschland zuletzt gekürzt oder gestrichen.
Während die USA und China auf Wachstum gepolt seien, herrsche in Europa eine reine Kostenmentalität, bemängelte Schinecker. Weltweit konkurrierten Staaten derzeit um Kapital. „Fast jede Regierung der Welt kommt derzeit auf uns zu und will Investitionen. Alle suchen nach Wachstum.“ Angesichts des zunehmenden Protektionismus könne Roche seine Produktionsstandorte frei wählen und werde dort investieren, wo Innovationen belohnt würden. Dass Europa als Standort an Bedeutung verliere, zeige sich auch bei der Suche nach neuen medizinischen Ansätzen: In den vergangenen vier Jahren habe Roche jeweils rund die Hälfte seiner Forschungspartnerschaften in den USA und im asiatischen Raum geschlossen. Europa spiele hier kaum noch eine Rolle.
Im Tagesgeschäft profitierte Roche zuletzt von der starken Nachfrage nach Medikamenten und einer Erholung im Diagnostikgeschäft. Im dritten Quartal kamen erstmals seit Längerem wieder günstige Wechselkurse hinzu. Der Umsatz stieg im Sommerquartal in Franken um acht Prozent, währungsbereinigt legten die Erlöse um sieben Prozent zu. In den ersten neun Monaten setzte Roche insgesamt 46,5 Milliarden Franken um. Den Ausblick für dieses Jahr bekräftigte das Basler Unternehmen und rechnet weiterhin mit einem währungsbereinigten Umsatzplus im mittleren einstelligen Prozentbereich und einem Gewinnwachstum im hohen einstelligen Bereich.
Im Tagesgeschäft profitierte Roche zuletzt von der starken Nachfrage nach Medikamenten und einer Erholung im Diagnostikgeschäft. Im dritten Quartal kamen erstmals seit Längerem wieder günstige Wechselkurse hinzu. Der Umsatz stieg im Sommerquartal in Franken um acht Prozent, währungsbereinigt legten die Erlöse um sieben Prozent zu. In den ersten neun Monaten setzte Roche insgesamt 46,5 Milliarden Franken um. Den Ausblick für dieses Jahr bekräftigte das Basler Unternehmen und rechnet weiterhin mit einem währungsbereinigten Umsatzplus im mittleren einstelligen Prozentbereich und einem Gewinnwachstum im hohen einstelligen Bereich.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
EQT legt Übernahmeangebot für Qiagen vor
Der schwedische Finanzinvestor EQT macht Ernst und will den Labordienstleister und Diagnostikkonzern Qiagen übernehmen. EQT will über ein Vehikel, an dem auch der Staatsfonds von Abu Dhabi und der kanadische Pensionsfonds CPP Investments beteiligt sein sollen, je Aktie 46,50 Euro in bar zahlen, wie die Unternehmen mitteilten. Der Dax-Konzern Qiagen, der seinen Deutschlandsitz in Hilden bei Düsseldorf hat, wird in dem Gebot mit einem Unternehmenswert von rund 10,8 Milliarden Euro inklusive Schulden bewertet.
EQT und Qiagen vereinbarten einen Zusammenschluss, wie beide Seiten erklärten. Aufsichtsrat und Vorstand von Qiagen unterstützen demnach die Transaktion und empfehlen einstimmig, das Übernahmeangebot anzunehmen. In der Folge würde Qiagen von der Börse genommen. Der Konzern könne unter einer Beteiligungsgesellschaft besser positioniert werden als an der Börse, um sein volles Potential auszuschöpfen. „Als privates Unternehmen können wir schneller handeln und haben mehr Spielraum, unsere Ressourcen dort einzusetzen, wo sie unsere langfristige Strategie am besten ergänzen“, sagte der neue Qiagen-Chef Jonathan Pratt.
Qiagen beschäftigt weltweit rund 5.400 Menschen an 35 Standorten und bedient mehr als 500.000 Kunden, unter anderem in der akademischen Forschung, der pharmazeutischen Forschung und Entwicklung, industriellen Anwendungen wie Forensik sowie in der klinischen Gesundheitsversorgung.
Spekuliert worden war über einen Verkauf des 1984 gegründeten Dienstleisters für die Pharmaindustrie schon lange. Zuletzt hatten sich die Anzeichen für einen Deal verdichtet. Qiagen mit Hauptsitz im niederländischen Venlo hatte bereits im Frühjahr bestätigt, mit Hilfe von Banken strategische Optionen auszuloten.
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/diagnostikgesellschaft-im-dax-uebernahme-von-qiagen-wird-wahrscheinlicher-201608453.html
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Jenoptik erwartet höhere Marge
Das Thüringer Technologieunternehmen Jenoptik hat seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr erhöht. Weil die Nachfrage von Ausrüstern der Chipindustrie nach Produkten des Optik- und Photonik-Spezialisten aus Jena hoch ist, traut sich der TecDax-Konzern eine operative Marge von 22 Prozent zu. Bisher hatte das Unternehmen 20 bis 21 Prozent in Aussicht gestellt. An der Prognose für das Umsatzwachstum hält das Management fest. Der Korridor reicht von fünf bis neun Prozent Erlöszuwachs.
Die Aktie legte am Mittwoch zeitweise mehr als zehn Prozent zu. Die Marktkapitalisierung liegt bei 2,2 Milliarden Euro und hat sich in den vergangenen zwölf Monaten fast verdoppelt. Die Aktie gehört zu den Profiteuren des KI-Booms. „Rechenzentren brauchen Chips, und Chips brauchen Optik“, bringt es Dominic Dorfner, der Vorstandsvorsitzende von Jenoptik auf den Punkt.
In den ersten neun Monaten kletterte der Umsatz von etwas mehr als 750 Millionen auf mehr als 800 Millionen Euro. Der Auftragseingang legte um gut 40 Prozent von 777 Millionen auf 1,1 Milliarden Euro zu. Das operative Ergebnis machte einen ähnlich großen Sprung und liegt nach neun Monaten bei 180 Millionen Euro. Die endgültigen Zahlen für dass dritte Quartal will Jenoptik am 10. November vorlegen.
Die Aktie legte am Mittwoch zeitweise mehr als zehn Prozent zu. Die Marktkapitalisierung liegt bei 2,2 Milliarden Euro und hat sich in den vergangenen zwölf Monaten fast verdoppelt. Die Aktie gehört zu den Profiteuren des KI-Booms. „Rechenzentren brauchen Chips, und Chips brauchen Optik“, bringt es Dominic Dorfner, der Vorstandsvorsitzende von Jenoptik auf den Punkt.
In den ersten neun Monaten kletterte der Umsatz von etwas mehr als 750 Millionen auf mehr als 800 Millionen Euro. Der Auftragseingang legte um gut 40 Prozent von 777 Millionen auf 1,1 Milliarden Euro zu. Das operative Ergebnis machte einen ähnlich großen Sprung und liegt nach neun Monaten bei 180 Millionen Euro. Die endgültigen Zahlen für dass dritte Quartal will Jenoptik am 10. November vorlegen.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Ex-Notenbankpräsident Ungarns unter Korruptionsverdacht
In Ungarn setzt die Regierung unter Ministerpräsident Péter Magyar ihre Korruptionsbekämpfung fort. Der ehemalige Präsident der Nationalbank (MNB), György Matolcsy, ist am Mittwoch im Rahmen einer groß angelegten Razzia verhaftet worden. Diese Festnahme erfolgte durch die Zentrale Ermittlungsstaatsanwaltschaft (KNYF), berichteten ungarische Medien. Unter der Führung von Matolcsys Nachfolger Mihály Varga hatte die Bank Strafanzeige erstattet, unter anderem wegen des Verdachts auf Untreue, Misswirtschaft, Betrug und Amtsmissbrauch.
Zu den Beschuldigungen gegen Matolcsy gehören schwerer wirtschaftlicher Betrug mit erheblichen finanziellen Schäden und Urkundenfälschung, bestätigte sein Anwalt Pál Bátki nach einem Bericht des Onlineportal „Telex“. Er hatte bis 2025 an der Spitze der Nationalbank gestanden. Die Ermittlungen gegen Matolcsy und dessen Umfeld begannen, nachdem Berichte des Staatlichen Rechnungshofes (ÁSZ) offenlegten, dass während seiner Amtszeit enorme Summen an Steuergeldern über Stiftungen der MNB in Netzwerke seiner Familie und Freunde abgeflossen sein sollen. Nach Angaben des ÁSZ handle es sich um einen Verlust von umgerechnet rund 1,54 Milliarden Euro.
Matolcsy war bereits im September im Zusammenhang mit einem Verfahren rund um die Erste Group und mutmaßlichen Amtsmissbrauch als Verdächtigter verhört worden. Dabei geht es um den Rücktritt des ungarischen Aufsichtsrates der Erste Group, András Simor. Dieser hatte nach eigenen Aussagen sein Mandat niedergelegt, nachdem die MNB Druck auf die Erste Bank Ungarn ausgeübt hatte. Grund dafür soll Simors Kritik am damaligen MNB-Vorsitzenden Matolcsy gewesen sein. Simor war bis 2013 dessen Vorgänger an der Spitze der ungarischen Notenbank.
Zu den Beschuldigungen gegen Matolcsy gehören schwerer wirtschaftlicher Betrug mit erheblichen finanziellen Schäden und Urkundenfälschung, bestätigte sein Anwalt Pál Bátki nach einem Bericht des Onlineportal „Telex“. Er hatte bis 2025 an der Spitze der Nationalbank gestanden. Die Ermittlungen gegen Matolcsy und dessen Umfeld begannen, nachdem Berichte des Staatlichen Rechnungshofes (ÁSZ) offenlegten, dass während seiner Amtszeit enorme Summen an Steuergeldern über Stiftungen der MNB in Netzwerke seiner Familie und Freunde abgeflossen sein sollen. Nach Angaben des ÁSZ handle es sich um einen Verlust von umgerechnet rund 1,54 Milliarden Euro.
Matolcsy war bereits im September im Zusammenhang mit einem Verfahren rund um die Erste Group und mutmaßlichen Amtsmissbrauch als Verdächtigter verhört worden. Dabei geht es um den Rücktritt des ungarischen Aufsichtsrates der Erste Group, András Simor. Dieser hatte nach eigenen Aussagen sein Mandat niedergelegt, nachdem die MNB Druck auf die Erste Bank Ungarn ausgeübt hatte. Grund dafür soll Simors Kritik am damaligen MNB-Vorsitzenden Matolcsy gewesen sein. Simor war bis 2013 dessen Vorgänger an der Spitze der ungarischen Notenbank.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Sicherheitslücken in Programmiersprache bedrohen Internetseiten
Eine neu entdeckte, schwerwiegende Sicherheitslücke bringt weltweit das Fundament zahlreicher Webseiten und Onlinedienste ins Wanken. Betroffen ist die weit verbreitete Programmiersprache PHP, auf der ein Großteil des gesamten Internets basiert – von einfachen Blogs über große Nachrichtenportale bis hin zu komplexen Onlineshops und Content-Management-Systemen wie WordPress. Wie unter anderem das IT-Sicherheitsunternehmen Huntress, das Computer Emergency Response Team des Bundes (CERT) sowie das offizielle PHP-Sicherheitsteam berichten, handelt es sich um eine akute Notfallsituation, die Betreiber von Internetseiten in aller Welt zu schnellem Handeln zwingt. Schätzungsweise 70 Prozent aller Websites nutzen PHP.
In der Praxis ermöglicht dies Angreifern, die vollständige Kontrolle über eine Website zu übernehmen, sensible Kundendaten abzugreifen oder die Infrastruktur für weitere Cyberattacken zu missbrauchen. Da detaillierte Informationen zur Schwachstelle unbeabsichtigt vorab an die Öffentlichkeit gelangten, steht die gesamte globale IT-Branche unter erheblichem Zeitdruck. Branchenexperten befürchten, dass Kriminelle bereits in Kürze automatisierte Skripte einsetzen werden, um im großen Stil ungeschützte Server im Internet aufzuspüren und anzugreifen.
In der Praxis ermöglicht dies Angreifern, die vollständige Kontrolle über eine Website zu übernehmen, sensible Kundendaten abzugreifen oder die Infrastruktur für weitere Cyberattacken zu missbrauchen. Da detaillierte Informationen zur Schwachstelle unbeabsichtigt vorab an die Öffentlichkeit gelangten, steht die gesamte globale IT-Branche unter erheblichem Zeitdruck. Branchenexperten befürchten, dass Kriminelle bereits in Kürze automatisierte Skripte einsetzen werden, um im großen Stil ungeschützte Server im Internet aufzuspüren und anzugreifen.
Die Entwickler der Programmiersprache kündigten für Mittwochnachmittag eine überarbeitete Version an. Sie empfahlen Nutzern ebenfalls, das Update umgehend zu installieren. Den Cybersicherheitsexperten der Europäischen Union (EU) zufolge sollten Webseiten vom Netz genommen werden, wenn es Probleme beim Einspielen der Updates gebe. Auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik warnte vor der Sicherheitslücke.
Erste Kommunen, Behörden, Universitäten und Krankenhäuser haben auf die Warnungen reagiert und ihre Online-Angebote kurzfristig vom Netz genommen, um möglichen Angriffen zuvorzukommen. So hat beispielsweise die Landeshauptstadt Mainz nach einer Warnung des Bundes vorsorglich mehrere städtische Internetdienste und ihr zentrales Webportal mainz.de vorübergehend abgeschaltet. Auch die Landesregierung Baden-Württemberg hat ihre Websites vorsorglich vom Netz genommen. Für normale Internetnutzer besteht beim alltäglichen Surfen auf dem Smartphone oder PC zwar kein direkter Handlungsbedarf, da sich die Sicherheitslücke nicht auf den Endgeräten der Anwender befindet, sondern auf den Servern im Hintergrund. Dennoch können Verbraucher indirekt betroffen sein – etwa durch vorübergehende Ausfälle von Onlinediensten oder potenzielle Datenabflüsse auf nicht rechtzeitig geschützten Webseiten.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Kopff verlässt Vorstand der Munich Re
Den Vorstand der Munich Re wird die 53 Jahre alte Clarisse Kopff zum 1. November verlassen. Ihre Verantwortung für das Schaden-Rückversicherungsgeschäft in Europa- und Lateinamerika wird der 61 Jahre alte Thomas Blunck übernehmen, der im Vorstand weiterhin für das gesamte Rückversicherungsgeschäft zuständig sein wird. Die Position der Französin soll nicht nachbesetzt werden. Damit verkleinert sich der Vorstand des Versicherungskonzerns von elf auf zehn Mitglieder. Kopff war vor vier Jahren von der Allianz zur Munich Re gewechselt. Ihre Amtszeit wird in der Pressemitteilung von der Munich Re als erfolgreich bezeichnet.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Deutsche Börse hebt nach starkem Quartal Ziele abermals an
Die Kursturbulenzen an den Finanzmärkten geben der Deutschen Börse anhaltenden Rückenwind. „Darüber hinaus sehen wir einen strukturellen Trend, der für uns zunehmend an Bedeutung gewinnt“, sagte Jens Schulte, der Finanzchef des Börsenbetreibers, am Dienstag. „Immer mehr Vermögen von institutionellen und privaten Anlegern in Europa fließt in kapitalmarktbasierte Anlageprodukte.“ Beides wirke sich positiv auf die Handelsvolumina aus. Daher hob er zum zweiten Mal binnen weniger Monate die Gesamtjahresziele an.
Die Deutsche Börse erwartet nun für 2026 Nettoerlöse von mehr als 6,5 Milliarden statt der zuvor angepeilten mehr als 6,4 Milliarden Euro. Der operative Gewinn dürfte ebenfalls um 100 Millionen Euro auf rund 3,9 Milliarden Euro steigen. Im abgelaufenen Quartal wuchsen die Nettoerlöse um 13 Prozent auf 1,63 Milliarden Euro und das Betriebsergebnis um 16 Prozent auf 978 Millionen Euro.
Diese Zahlen stießen bei Anlegern auf ein positives Echo. Die Aktien der Deutschen Börse stiegen im Frankfurter Späthandel um 0,6 Prozent.
Die Deutsche Börse erwartet nun für 2026 Nettoerlöse von mehr als 6,5 Milliarden statt der zuvor angepeilten mehr als 6,4 Milliarden Euro. Der operative Gewinn dürfte ebenfalls um 100 Millionen Euro auf rund 3,9 Milliarden Euro steigen. Im abgelaufenen Quartal wuchsen die Nettoerlöse um 13 Prozent auf 1,63 Milliarden Euro und das Betriebsergebnis um 16 Prozent auf 978 Millionen Euro.
Diese Zahlen stießen bei Anlegern auf ein positives Echo. Die Aktien der Deutschen Börse stiegen im Frankfurter Späthandel um 0,6 Prozent.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen












