Menschen und Wirtschaft : Möbelmilliardär im Häuserkampf

Abwarten ist nicht schön, sagt der Berliner Möbel- und Immobilientycoon Kurt Krieger. In Dresden hat er vor wenigen Tagen schneller als geplant ein neues Einkaufszentrum eröffnet. In Berlin wartet er seit 15 Jahren darauf, sein bisher größtes Projekt zu realisieren.
Normalerweise eröffnen Einkaufszentren mit Verspätung – wir haben uns gedacht, wir eröffnen mal zwei Tage früher“, sagte Kurt Krieger während der Eröffnung des neuen Einkaufszentrums seines Unternehmens vor wenigen Tagen in Dresden. Zeit ist Geld, das ist für den Inhaber der Krieger Gruppe nicht nur eine Redewendung. Als sich der milliardenschwere Berliner Möbel- und Immobilienunternehmer im Rahmen der Eröffnungsfeier bei Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert für die Zusammenarbeit bedankt, lässt der Sechsundsiebzigjährige deshalb auch eine schmucklose Tabelle mit der Terminplanung zur Aufstellung des Bebauungsplans für das Einkaufszentrum aus dem Frühling 2021 auf einer 70 Quadratmeter großen Videowand einblenden. „So ein Bau ist wie eine Kreuzfahrt durch das Bermudadreieck, nur heißen die Eckpunkte nicht Florida, Bermuda und Puerto Rico, sondern Bauausschuss, Baufirmen und Banken“, sagt Krieger. Mit Unterstützung der Dresdner Verwaltung habe das Projekt dennoch Kurs gehalten, wie die Planungsunterlage zeige. „Das besondere an dem Dokument ist, dass die Stadt die Termine eingehalten hat“, lobt der Unternehmer. Nur deshalb sei die Umsetzung des rund 400 Millionen Euro schweren Projektes in etwas mehr als drei Jahren möglich gewesen. Dresden habe verstanden, dass für den Erfolg Leistung und Gegenleistung nötig sind. „Die Stadt war zu einer Gegenleistung bereit, und die heißt Zeit“, sagt Krieger.
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