„Ankurbeln“ der Konjunktur : Der Sozialstaat erwürgt das Wachstum

„Der Sozialstaat, wie wir ihn heute haben, ist mit dem, was wir volkswirtschaftlich leisten, nicht mehr finanzierbar“, sagt Kanzler Merz. Damit hat er recht – aber nicht, weil das Wachstum zu gering ist.
Die Konjunktur ankurbeln. Das schreckliche Sprachbild ist immer öfter zu hören, je länger die Wachstumsmisere sich hinzieht. Man stellt sich im Geiste Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) vor, wie er sich vor den Kühler eines Fahrzeugs beugt und den Motor mit Muskelkraft in Schwung versetzt. „Bitte nicht ankurbeln“, möchte man dem Verfechter der milliardenschweren schuldenfinanzierten Stimuli zurufen. Denn nicht nur wegen des Wandels zu elektrifizierten Autos ist das Sprachbild veraltet und irreführend. Die Idee, es brauche einen Ankurbler Klingbeil, spiegelt einen falschen Eindruck von der Lage der deutschen Wirtschaft und stellt – schlimmer noch – die Arbeitsteilung zwischen Staat und privater Wirtschaft auf den Kopf.
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