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Populismus trotz Wohlstand : Das Zeitalter der Ohnmacht

Trotz aller Technik: Der Ausgangspunkt des Lebens ist Ohnmacht. Bild: Reuters

Panikattacken, Ängste und Depressionen nehmen zu. Dabei geht es den Menschen wirtschaftlich so gut wie nie zuvor. Kann es sein, dass wir verlernt haben, unsere eigene Machtlosigkeit zu ertragen?

          9 Min.

          Die gesellschaftlichen Befunde sind beunruhigend: Seelische Störungen nehmen zu. Immer mehr Menschen sind von Panikattacken oder Depressionen betroffen. 25 Prozent von ihnen haben mindestens einmal im Leben mit einer Angststörung zu kämpfen. Das Phänomen labiler Gemütszustände hat sich längst in die Gesellschaft hineingefressen. Wissenschaftler sprechen bereits von einem „Zeitalter der Angst“. Es ist eine Angst, die in keinem Verhältnis zu den realen Bedrohungen steht, sondern nur von der eigenen Phantasie geschürt wird.

          Inge Kloepfer

          Freie Autorin in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          Der ökonomische Befund in Deutschland ist nämlich ein ganz anderer: Nie ging es den Menschen wirtschaftlich so gut wie heute. Um Wohlstand, Arbeit und soziale Sicherheit musste man sich hierzulande selten weniger Gedanken machen als derzeit. Und doch liegt – statisch gesehen – ein Viertel der Nation irgendwann im Leben auf der Couch.

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