Olympiaeinkaufszentrum : Nach Amoklauf bereitet sich München auf Weihnachtsgeschäft vor

Auch zu Weihnachten wird München zur Konsummetropole. Aber im Olympiaeinkaufszentrum ist die Erinnerung an die Amoktat noch präsent. Müssen Händler nun mit Verlusten rechnen?
Vor der grauen Betontreppe liegen Blumensträuße und Stofftiere. Friedhofskerzen werfen ein schwaches Licht auf die kleinen Bilderrahmen mit den Fotos der neun jungen Menschen, die der Münchner Amokläufer David S. hier am Olympiaeinkaufszentrum (OEZ) getötet hat. Es war die Schreckensnacht des 22. Juli, und sie bleibt eng verbunden mit dem Ort des Geschehens: „Schüsse im Olympiaeinkaufszentrum“, so lautete die Nachricht, die viele Münchner am frühen Abend auf ihren Mobiltelefonen erhielten. Seitdem ist das OEZ, wie die Münchner den grauen Betonklotz nahe dem Olympiastadion nennen, nicht mehr nur ein in den siebziger Jahren erbauter Einkaufstempel, sondern der Tatort eines menschenverachtenden Verbrechens.





