FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Immobilieninvestor :
„Handwerker melden freie Kapazitäten“

Lesezeit:

Der Immobilienmanager Adalbert Pokorski hört schon von freien Kapazitäten von Handwerksbetrieben. Dennoch ist mit Wartezeiten für Wärmepumpen zu rechnen.

Die steigenden Energiepreise sollten ein Anreiz zum Sanieren sein. Wie wirkt sich das auf den Immobilienmarkt aus?

Die gegenwärtige Energiekrise hat den Anreiz, Bestandsimmobilien zu sanieren, stark vergrößert. Schon davor gab es durch die EU-Regulierung im Bereich Nachhaltigkeit wie den im vergangenen Jahr eingeführten CO2-Preis oder das gerade ausgehandelte Maßnahmenpaket „EU fit for 55“ einen hohen Druck, den Gebäudebestand durch Sanierungen fit für eine klimaneutrale Zukunft zu machen. Sogar im wirtschaftsstarken Deutschland besteht ein großes Optimierungspotential. Laut der Deutschen Energieagentur werden 75 Prozent der Gebäude im Bestand mit den fossilen Energieträgern Öl und Gas geheizt. Für uns zeichnet sich am Immobilienmarkt eine Spaltung ab. Wohnimmobilieneigentümer, die über Neubau oder energetisch sanierte Bestandsimmobilien verfügen, kommen aufgrund des niedrigen Energieverbrauchs weitgehend unbeschadet durch die Energiekrise. Eigentümer, die wiederum sanierungsbedürftige Bestandsimmobilien mit fossilen Energieträgern besitzen, könnten in finanzielle Schieflage kommen. Denn die höheren Energiekosten müssen erst mal von den Eigentümern beglichen werden. Weiterführende Auswirkungen auf den Immobilienmarkt könnten in einer bislang ungeahnten Größenordnung entstehen, zum Beispiel wenn substanzielle Ausfallraten zu verzeichnen sind und Szenarien Realität werden, wo die Betriebskosten die Kaltmiete übersteigen. In einem solchen Fall wäre eine signifikante Reduzierung der Werte der Immobilien vorstellbar.

FAZ+

Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen (Originalpreis: 13,80 €) jetzt nur 0,99 €

Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen (Originalpreis: 13,80 €) jetzt nur 0,99 €

  • Mit einem Klick online kündbar

Das Beste von FAZ+