Haushaltsdefizit : Der Schuldenberg der USA wächst
Gestiegene Zinsen und Sozialausgaben erhöhen die Schulden der USA. Die Staatsausgaben werden Prognosen zufolge bis 2033 auf ein Viertel der Wirtschaftsleistung steigen.
Der Streit um die Anhebung der Schuldengrenze in den Vereinigten Staaten bekommt frische Brisanz durch eine neue Prognose des Congressional Budget Office (CBO): Sie besagt, dass sich die finanzielle Lage des amerikanischen Bundeshaushaltes binnen der vergangenen neun Monate verschlechtert hat. Nach Prognose der Rechnungsprüfer verdoppelt sich das Haushaltsdefizit nun von 1,4 Billionen Dollar in diesem Jahr binnen zehn Jahren auf 2,9 Billionen Dollar. Der Schuldenberg wächst bis dahin auf 118 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Dabei unterstellen die Haushaltsexperten, dass die Gesetzgeber keine Veränderungen der geltenden Gesetze vornehmen und zeitlich befristete Steuersenkungen nicht verlängern. Das Defizit entspricht damit in diesem Jahr 5,3 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. In den darauffolgenden Jahren wächst es stetig, bis es im Jahr 2023 knapp 7 Prozent der Wirtschaftsleistung entspricht. In den vergangenen 50 Jahren betrug das Haushaltsdefizit im Durchschnitt 3,6 Prozent. Die Staatsausgaben werden bis 2033 auf ein Viertel der gesamten Wirtschaftsleistung hochschnellen und damit auf ein Ausgabenniveau, das während des Zweiten Weltkrieges und der Pandemie registriert worden war. Die Einnahmen pendeln sich auf rund 18 Prozent der Wirtschaftsleistung ein.
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