Kommentar : Die Mütterrente ausgepackt
Die Mütterrente ist ein großes Geschenk. Ob die Empfänger wissen, dass sie es selbst bezahlen müssen?
Für Gesprächsstoff an den Feiertagen dürfte dieses Mal auch das große Geschenkpaket der Bundesarbeitsministerin sorgen. Zwar hat Andrea Nahles es schon im Sommer eingepackt und an die Rentner abgeschickt, doch hat nicht jede Mutter, die auf das Geld hofft, die versprochene Mütterrente schon auf dem Konto.
3,4 Milliarden Euro sollten für 2014 ausbezahlt werden, im kommenden Jahr die doppelte Summe. Die Rentenversicherung hat bis kurz vor Heiligabend Beratungstermine vergeben, kein Wunder bei zehn Millionen Empfängerinnen. Oft muss erst geklärt werden, ob überhaupt ein Anspruch besteht, die eine oder andere Enttäuschung wird nicht ausbleiben. Von dem Geld, das schon geflossen ist, wird aber so manches Geschenk für Kinder und Enkel bezahlt worden sein, das sich Heiligabend unter dem Baum findet.
Ob diejenigen, die da freudig auspacken, wohl wissen, dass sie selbst es sind, die noch lange für diese Geschenke aufkommen werden? Über vier Jahrzehnte wird das Mütter-Geschenk der großen Koalition die Beitragszahler der gesetzlichen Rentenversicherung noch belasten. Wie auskömmlich deren Rente dann später wohl ist? Auch das könnte Gesprächsstoff für die Feiertage sein.






