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Ökonom Hüther im Gespräch : „Wir brauchen einen 450 Milliarden Euro großen Deutschlandfonds“

Baustelle Autobahn: An der Behelfsbrücke für die abgesackte Autobahn A20 wird im November 2018 das letzte Bauteil östlich der Trebeltalbrücke verlegt. Bild: dpa

Klimaschutz, Wohnen, schnelles Internet: Der Staat soll in die Infrastruktur investieren, sagt der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Michael Hüther. Warum er das gerade jetzt richtig findet, erklärt er im F.A.Z.-Gespräch.

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          Professor Hüther, braucht Deutschland angesichts der schwächelnden Wirtschaftsentwicklung ein Konjunkturprogramm?

          Alexander Armbruster

          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft Online.

          Nein, es besteht kein konjunkturpolitischer Handlungsbedarf. Die deutsche Wirtschaft, aber auch die europäische entwickeln sich bei aller Abschwächung immer noch robust. Doch es fehlt Vertrauen in künftiges Wachstum.

          Die deutsche Industrie produziert immer weniger.

          Ja, das ist derzeit so. Mich sorgt vor allem, dass die Aufträge im Inland zurückgehen. Das spricht dafür, dass sich die Unternehmen mit Investitionen zurückhalten – aufgrund der gewachsenen Unsicherheit durch den Wirtschaftsstreit zwischen den Vereinigten Staaten und China etwa, aber auch wegen des Kurses der deutschen Wirtschaftspolitik. Aber nach wie vor bekommen die deutschen Industrieunternehmen viele Aufträge aus dem Ausland.

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