Fliegenfischen : Ködern als schöne Kunst betrachtet

Manche Liebhaberei entwickelt einen ganz besonderen Charme: Ohne dass man recht weiß, warum, umgibt sie ein Glanz, der sie zu adeln scheint. Zu diesen besonders edel wirkenden Nebensachen gehört das Fliegenfischen.
Ein angelnder Gentleman, angetan mit Hut und Tweedjacket, steht in Watstiefeln in einem über steinerne Stufen sprudelnden Flüsschen, lässt die Angelschnur fliegen und zieht mit heftig durchgebogener Rute schließlich einen prächtigen Lachs aus dem Gewässer: Kaum ein Bild könnte besser zu unseren verkitschten Landhausstil-Phantasien passen. Und so herrscht die Auffassung vor, das elegante Angeln mit der Fliegenrute, regional aus gutem Grund immer noch Federangel genannt, stamme aus dem Großbritannien des 18. oder 19. Jahrhunderts.





