Automobiler Luxus : Verführt
Wie definiert sich künftig automobiler Luxus? Dieser Frage geht eine ganze Industrie nach, schließlich verspricht das Oberhaus schöne Margen.
Wie definiert sich künftig automobiler Luxus? Dieser Frage geht eine ganze Industrie nach, schließlich verspricht das Oberhaus schöne Margen, und für das Image ist der Erfolg in der gehobenen Gesellschaft auch von Vorteil. Ein Blick auf den jüngsten Rolls-Royce zeigt, wie das traditionelle Verständnis aussieht.
Da die Briten in diesem Jahr fast 4000 Autos verkaufen und damit einen Rekord aufstellen werden, scheinen sie viel richtig zu machen. Um zu begreifen, warum Menschen 300000 Euro für ein Auto ausgeben, muss man einmal erlebt haben, was Rolls-Royce anbietet. An den Holzeinlagen wird einen Monat gefeilt, 45 Quadratmeter Leder werden ausgeschlagen, 18 Lautsprecher laden zum Konzert, von Motor und Schaltvorgängen ist nahezu nichts zu spüren, und, vor allem, der flauschige Teppich ist eine Sensation für gestresste Füße.
So weit, so fein. Aber setzt nicht die Muttergesellschaft BMW gerade in ihrem spektakulären Sportwagen i8 ein Zeichen der Zukunft mit seinem Cockpit im Raumschiff-Enterprise-Look? Wollen die Menschen künftig die Anzeigen nach Wunsch programmieren? Ein Weg, den sogar Ferrari einschlägt. Vermutlich wollen sie trotz aller Datenschutzbedenken die möglichst komplette Anbindung an die Welt ihres Smartphones. Wir würden noch hinzufügen: Elektrisches Fahren in der Stadt ist politisch gewollt, fühlt sich aber auch erhaben an. Hybrid wird kommen, auch im Rolls-Royce.






