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Faszination Skispringen : Wie man beim Mythos Vierschanzentournee gewinnt

Dominator im Schnee: Ryoyu Kobayashi gewann fünf Springen der Vierschanzentournee in Serie. Bild: EPA

Ryoyu Kobayashi ist derzeit der Dominator der Vierschanzentournee. Der Japaner gewinnt in Oberstdorf das fünfte Springen in Serie. Wie macht er das? Um Erfolg zu haben, braucht es einige spezielle Zutaten.

          5 Min.

          Der beste Skispringer auf der Oberstdorfer Schattenbergschanze? Ryoyu Kobayashi. Wer sonst? Der Dominator der letztjährigen Vierschanzentournee ist auch bei der aktuellen Auflage zum Jahreswechsel 2019/2020 das Maß aller Dinge. Der 23 Jahre alte Japaner, der in der vergangenen Saison als dritter Grand-Slam-Sieger in der 67-jährigen Geschichte des deutsch-österreichischen Flugvergnügens alle vier Springen von Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen gewonnen hatte, war zum Tournee-Auftakt von niemandem zu schlagen.

          Auch nicht vom famos springenden Karl Geiger, der schon im ersten Durchgang, in dem 25 K.o.-Duelle ausgetragen wurden und neben den jeweiligen Gewinnern fünf weitere sogenannte Lucky Loser in die finale Runde der besten Dreißig kamen, die Zuschauer auf seiner Heimschanze beeindruckt hatte. Der in dieser Saison beständigste Deutsche war 135 Meter gesprungen – drei Meter weniger als Kobayashi, der mit seinem weiten Satz den Grundstock für den fünften Tournee-Einzelsieg in Folge legte. Als es im zweiten Durchgang auf der mit 25.500 Zuschauern traditionell ausverkauften Schattenbergschanze zählte, waren Geiger und Kobayashi mit 134 Metern gleichauf. Doch wieder gaben die besseren Noten für den japanischen Flugästheten den Ausschlag. „Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen“, sagte der Oberstdorfer Geiger nach dem geglückten Tournee-Auftakt mit Platz zwei. „Ich bin mega happy. Die Atmosphäre hier war der Hammer.“

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