FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Geschlechterrollen :
„Frauen unterschätzen ihre Fähigkeiten – auch an der Felswand“

Von
Stephanie Geiger
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Klettert voran: Ines Papert ermutigt Frauen, am Berg die Führung zu übernehmen.
Klettert voran: Ines Papert ermutigt Frauen, am Berg die Führung zu übernehmen.inespapert/Instagram

Ines Papert ist eine der besten Alpinkletterinnen Deutschlands. Im Interview erklärt sie, warum sie dennoch noch immer Selbstzweifel plagen und wieso Frauen am Berg mehr Verantwortung übernehmen sollten.

Ines Papert, Jahrgang 1974, entdeckte ihre Begeisterung für die Berge erst als Zwanzigjährige, nachdem sie aus der nordsächsischen Kleinstadt Bad Düben nach Berchtesgaden gezogen war. 2001 gewann Papert den Gesamtweltcup im Eisklettern – nur ein Jahr nach der Geburt ihres Sohnes. Beim Ouray-Eiskletterfestival 2005 schlug sie auch die gesamte männliche Konkurrenz. Nach vier Weltmeistertiteln beendete sie ihre Wettkampfkarriere. Seither realisiert sie neue Routen in Fels und Eis, darunter 2013 die Erstbesteigung des 6719 Meter hohen Likhu Chuli I in Nepal, 2015 die freie Begehung von The Hurting, eine der schwierigsten Eis-Tradrouten der Welt, oder im Fels die erste sowie erste freie Begehung der 300-Meter-Route Schwarze Madonna (8a/UIAA 9+/10-) am Untersberg.

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