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Boom des Wohnungsbaus : Fertighäuser für Individualisten

Maßkonfektion: Als „absolute Spitzenarchitektur“ bewirbt Bien-Zenker sein Fertighaus-Modell „Evolution“ im Internet. Bild: Bien-Zenker

Mögen Eigenheime neuerdings auch politisch umstritten sein – viele Menschen wollen eines. Davon profitiert der Fertighaus-Hersteller Bien Zenker.

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          Auf der Internetseite von Bien-Zenker lässt sich ein verregneter Sonntag aufs Kurzweiligste verbringen. Soll es das Fertighaus namens „Evolution“ werden, dem Unternehmen zufolge die Vereinigung des „perfekten“ Grundrisses mit „absoluter Spitzenarchitektur“? Oder das Modell „Balance“ mit seiner „unglaublichen Variabilität in der architektonischen Formensprache“? Oder doch eher der Bungalow „Ambience“, laut Katalog im Internet „wie geschaffen für zwei Personen, die das ebenerdige Wohnen in vollen Zügen genießen möchten“?

          Manfred Köhler

          Stellvertretender Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und verantwortlicher Redakteur des Wirtschaftsmagazins Metropol.

          Einfamilienhaus, Zweifamilienhaus, mit Walmdach, mit Flachdach, mit Spitzdach – das Unternehmen aus Schlüchtern im Main-Kinzig-Kreis hat vieles in seinem Programm. Und profitiert vom anhaltenden Boom des Wohnungsbaus im Allgemeinen und der Fertighäuser im Besonderen. Im vergangenen Jahr konnte Bien-Zenker seinen Umsatz verglichen mit 2019 um 24,5 Prozent auf 215 Millionen Euro steigern – ein Rekord. Die Zahl der „ausgelieferten“ Häuser, wie es heißt, erhöhte sich um elf Prozent auf 833. Angaben über den Gewinn machte Bien-Zenker nicht. Zufrieden wird jedoch in Schlüchtern angemerkt, es hätten sich eben alle 700 Mitarbeiter ins Zeug gelegt.

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