SV Darmstadt 98 : Ballonseide, Kapuzenpulli

Der SV Darmstadt 98 hat ein kleines Wunder vollbracht. Dirk Schuster hat es möglich gemacht und aus einem Team von Gescheiterten wurden Fußballer, die jetzt das halbe Land kennt. Eine Geschichte von Glaube und Aberglaube.
Als die Kabine unter dem Gesang und Gehüpfe der Spieler bebt. Als ein Betreuer Kasten um Kasten eines in Südhessen gebrauten Bieres hereinschleppt und der Torhüter selbstgebrannten Schnaps ausschenkt. Als alles und jeder um ihn herum sich dem Rausch des Augenblicks hingibt. Da sagt Dirk Schuster, ohne eine Spur von Überschwang: „Ziemlich weit oben.“ Das dramatische, in letzter Sekunde erfolgreiche Herzschlagfinale, mit dem sich der SV Darmstadt 98 am vergangenen Montag im Relegationsspiel gegen Arminia Bielefeld in die Zweite Fußball-Bundesliga schießt und eine ganze Stadt in einen Freudentaumel: Das stehe in seiner persönlichen Liste von Erfolgen im Fußball „ziemlich weit oben“. Ein Satz, der typisch ist für den Trainer des kleinen regionalen Vereins, den jetzt das halbe Land kennt. Für einen Mann, der am Anfang einer großen Geschichte stehen könnte.





