Friedrichsdorf : Islamisten-Drohung auf Weihnachtsmarkt-Seite

Eine Internetseite des Weihnachtsmarktes in Friedrichsdorf ist offenbar gehackt worden. Die Hacker behaupten, der Terrororganisation Al Qaida nahezustehen.
Hacker haben die Homepage eines Weihnachtsmarkts in Hessen gekapert und eine islamistische Drohbotschaft hinterlassen. Die Gruppe nennt sich „Mujahidin Cyber Army“ und behauptet, der Terrororganisation Al-Kaida nahezustehen. Die schwarze Seite mit weißer und roter Schrift erschien anstelle der Startseite des Weihnachtsmarktes Friedrichsdorf im Hochtaunuskreis.
Das zuständige Polizeipräsidium Westhessen ermittle „in alle Richtungen“, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Der Staatsschutz sei involviert. Bei den abgebildeten Zeichen handele es sich nicht um verbotene Symbole. Daher werde vorerst im Bereich IT-Kriminalität und Computersabotage ermittelt. Computerexperten waren am Donnerstag dabei, die Urheber zurückzuverfolgen. Daher wurde Seite auch zunächst nicht gelöscht. Später wurde der Zugang dann aber gesperrt.
„Gefährdungslage nicht geändert“
Das Landeskriminalamt unterstützt die Ermittlungen mit seinen Computerexperten. Es handle sich um ein Delikt im Bereich Cyberkriminalität, sagte ein Sprecher der dpa. „Die Gefährdungslage hat sich dadurch nicht geändert.“
Die Botschaft richtete sich nicht gegen den Weihnachtsmarkt. Stattdessen fordert die Seite Leser auf Englisch dazu auf, Muslime in Syrien in Ruhe zu lassen. „Sagt das der Regierung!“ Die Urheber bezeichnen sich als „Soldaten Allahs. Wir unterstützten nicht ISIS.“ Zuerst hatten die „Frankfurter Rundschau“ und der Hessische Rundfunk über den Hackerangriff berichtet.





