Direktwahl in Hattersheim : Wovon der Bürgermeister profitiert

Die Bürgermeisterwahl in Hattersheim hat gezeigt: Im Vorteil ist, wer das Amt schon inne hat. Der Amtsbonus wirkt besonders stark, wenn sich in der Stadt viel bewegt, wie in Hattersheim mit der Ansiedlung mehrerer Rechenzentren.
Eine Direktwahl um das Bürgermeisteramt kann nicht gerecht sein. Auch wenn alles korrekt und demokratisch abläuft, wenn der Wahlkampf fair ausgetragen wird, hat einer den entscheidenden Vorteil: der, der das Amt schon innehat. Tritt der bisherige Bürgermeister zu einer Wiederwahl an, hat er in den allermeisten Fällen die besten Chancen. Das hat sich am Sonntag bei zwei Direktwahlen im Rhein-Main-Gebiet und zwei weiteren im restlichen Hessen gezeigt. In Hattersheim ging der Amtsinhaber von der CDU, Klaus Schindling, schon aus dem ersten Wahlgang mit einer Dreiviertelmehrheit als Sieger hervor, obwohl zwei Herausforderer von SPD und Grünen ihm sein Amt streitig machen wollten. Auch in Schlüchtern im Main-Kinzig-Kreis sowie in Grebenstein bei Kassel und in Driedorf im Lahn-Dill-Kreis wurden die Amtsinhaber bestätigt.
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