Lehren aus Hanau :
Unter dem Deckmantel einer pervertierten Meinungsfreiheit

Helmut Schwan
Ein Kommentar von
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Reihe des Grauens: Ein Teilnehmer des Trauerzugs am Sonntag in Hanau erinnerte an frühere Massenmorde von Rechtsextremen in aller Welt
Reihe des Grauens: Ein Teilnehmer des Trauerzugs am Sonntag in Hanau erinnerte an frühere Massenmorde von Rechtsextremen in aller Weltdpa

Die Wirkung von Hetze auf labile Persönlichkeiten kann nach dem Verbrechen von Hanau nicht hoch genug eingeschätzt werden. Dem Treiben, das sich unter dem Deckmantel einer pervertierten Meinungsfreiheit ausdehnen konnte, ist endlich Einhalt zu gebieten.

Eine Diagnose lässt sich nicht mehr stellen. Dass Tobias R. psychisch krank war und von wirren rassistischen Gedanken getrieben, ist für viele aufgrund seiner Videobotschaften und dem ebenso im Internet veröffentlichten „Manifest“ gleichwohl klar. Nachdem sich der mutmaßliche Todesschütze von Hanau offenkundig selbst getötet hat, muss manches im Vagen bleiben. Für die Hinterbliebenen der Opfer und die Verletzten bedeutet dies eine zusätzliche Belastung.

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