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Heute in Rhein-Main: : Feldmann und kein Ende

Steht ziemlich alleine da: Sogar Feldmanns Partei, die SPD, will seinen Rücktritt. Bild: EPA

Ob Oberbürgermeister Feldmann im Amt bleibt, könnte bald in der Hand der Frankfurter liegen. Gleichzeitig ringt die Stadt darum, wie auf öffentlichen Plätzen gefeiert werden darf. Die F.A.Z.-Hauptwache blickt auf die Themen des Tages.

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          Guten Abend,
          falls Sie Frankfurter sind, heißt Ihr Oberbürgermeister weiterhin Peter Feldmann. Allerdings könnte es sein, dass es demnächst in Ihrer Hand liegt, ob es dabei bleibt. Feldmann hat am Mittwoch vor seinem Büro eine mit Spannung erwartete Erklärung abgegeben. Er bat für die Peinlichkeiten rund um den Eintracht-Sieg in Sevilla um Entschuldigung, aber von einem Rücktritt hat er nicht gesprochen. Den fordern nun aber alle maßgeblichen Parteien in Frankfurt, auch seine eigene, die SPD. Die Sache auf sich beruhen zu lassen, funktioniert nicht mehr, und so wird wohl ein Abwahlverfahren eingeleitet werden. Könnte also sein, dass Sie demnächst zu den Wahlurnen gerufen werden, um über Feldmanns politisches Schicksal zu entscheiden.

          Manfred Köhler
          Ressortleiter der Rhein-Main-Redaktion der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Dabei hat Frankfurt so viele andere Probleme. Im Nordend wird darum gestritten, wie weit das Feiern auf öffentlichen Plätzen gehen darf, in Sachsenhausen dürfte die Aufregung groß sein, dass es am Südbahnhof künftig keine Post mehr gibt. Korrekt: Keine Postbank-Filiale, die auch Post-Dienstleistungen anbietet. Die meisten Kunden werden nicht so sehr den Bank-Service vermissen als vielmehr die Möglichkeit, dort zum Beispiel Pakete aufzugeben und abzuholen und Briefmarken zu kaufen.

          Südlich von Sachsenhausen ist der Frankfurter Stadtwald, und er ist in diesem Jahr 650 Jahre alt. Das heißt, vor 650 Jahren hat die Stadt Frankfurt diesen Wald übernommen, er war natürlich schon vorher dort. Richtig gut geht es ihm nicht, Trockenheit und Hitze setzen ihm zu, wie bei einem Festakt aus Anlass des Jubiläums deutlich wurde. Immerhin: Es soll der größte zusammenhängende Stadtwald Deutschlands sein. Das streichelt doch die Frankfurter Seele. Und sollte Grund genug sein, auch weiterhin gut darauf aufzupassen.

          Und außerdem könnte es sein, dass von dem Achtzehnjährigen, der in den Vereinigten Staaten eine Grundschule angegriffen hat und dabei 19 Schüler und zwei Lehrer tötete, eine Spur nach Frankfurt führt – der Täter hatte offenbar mit einem Mädchen aus der Mainmetropole geschrieben +++ kommt das Festival „Barock am Main“ nach der Corona-Pause zurück +++ investiert das Modeunternehmen S. Oliver an der Zeil.

          Einen angenehmen Abend wünscht Ihnen

          Ihr Manfred Köhler

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          Der Tipp zum Wochenende

          Das Weingut Schönborn hat sich aus dem Rheingau weitgehend verabschiedet und konzentriert sich auf seine fränkischen Weinberge. Aus dem großartigen Lagenreichtum im Rheingau haben sich viele Winzer bedient – an erster Stelle das Weingut Künstler, das unter anderem den berühmten Marcobrunn übernommen hat. Und nicht nur das: In der alten Schönborn-Vinothek in Hattenheim hat Künstler die Weinbar „Pfaffenberg 53“ eröffnet. Ein ausnehmend schöner Platz mit einer lauschigen Terrasse, wo von Donnerstag bis Sonntag die Weine von Künstler und Schönborn ausgeschenkt werden.

          „Pfaffenberg 53“, Hauptstraße 53, Eltville-Hattenheim, Telefon 0 67 23 / 9 98 25 00, Internet www.weingut-kuenstler.de

          Das Wetter für Freitag

          Von Norden her zieht etwas Regen durch. Danach ist es wechselnd bewölkt. Höchstwerte um 22 Grad. Nachts oft klar bei 8 Grad.

          Geburtstag haben

          am Freitag

          Robert Restani, Vorsitzender des Hessischen Wirtschaftsarchivs, Darmstadt, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Frankfurter Sparkasse (65); David Knower, Deutschland-Chef der Cerberus Beteiligungsgesellschaft, Träger der Ehrenplakette der Stadt Frankfurt (61); Oliver Brunner, Schauspieldirektor am Staatstheater Darmstadt (53); Felix Schwenke (SPD), Oberbürgermeister der Stadt Offenbach (43);

          am Samstag

          Anton Nauheimer, Reeder, Eigentümer und Geschäftsführer der Primus-Linie, Frankfurt (76); Thomas Winkler (Die Grünen), Bürgermeister der Stadt Mörfelden-Walldorf (65); Klaus Vornhusen, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland, Frankfurt (61); Jan Hoffmann, Künstlerischer Leiter der Frankfurter Singakademie, stellvertretender Generalmusikdirektor am Stadttheater Gießen (51); Carmela Castagna Veneziano (parteilos), von 2016 bis September 2021 ehrenamtliche Stadträtin in Frankfurt (48); Felix Fischl, Geschäftsführer des Filmhauses Frankfurt (38);

          am Sonntag

          Fred B. Irwin, ehemaliges Vorstandsmitglied der Citigroup Global Markets Deutschland AG, Ehrenpräsident der Amerikanischen Handelskammer in Deutschland, Träger der Ehrenplakette der Stadt Frankfurt (80); Karl-Christian Schelzke (SPD), Geschäftsführer des hessischen Verbands kommunaler Wahlbeamter, ehemaliger Geschäftsführender Direktor des Hessischen Städte- und Gemeindebunds, Mühlheim (72).

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