Liebig-Therme vor Schließung : Letzter Badetag in Hessens kleinstem Kurort

Nidda erhält wieder Corona-Hilfen für den Kurbetrieb. Doch sie gleichen das Defizit nicht annähernd aus. Die alte Therme muss weichen. Es soll aber Neues entstehen. Gleichwohl äußern Badegäste ihren Unmut.
Im mollig warmen Salzwasser unter freiem Himmel ein paar ruhige Kurzbahnen ziehen, versonnen dümpeln oder am Beckenrand im Wortsinne abhängen und durchatmen: das alles genießen Gäste im Außenbecken der Justus-von-Liebig-Therme in Bad Salzhausen. Aber nicht mehr lange. Zum Monatsende schließt das Bad in Hessens kleinstem Kurort. Der Grund: Der Betrieb ist für die Stadt nicht länger tragbar, wie Bürgermeister Thorsten Eberhard (CDU) sagt. Die gute Nachricht: Nidda will ein neues Vital- und Gesundheitszentrum am Ort errichten und in der Stadt einen Ersatz für das seit Jahren wegen Baufälligkeit stillgelegte Hallenbad schaffen. Eine neue Therme zu bauen, diese Idee hat die Stadt angesichts des mehr als 50 Millionen teuren Neubaus am Sprudelhof in Bad Nauheim verworfen.
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