Nachlass einer Weltreisenden : Reisebilder einer ungewöhnlichen Frau

Im Alter von 50 Jahren wollte Milli Bau aufbrechen und ein neues Leben beginnen – ungebunden und außergewöhnlich mutig. Nun digitalisiert das Frankfurter Weltkulturen Museum den fotografischen Nachlass der Frau, die die Welt bereiste.
Anfang 1956 fuhr Milli Bau auf einem Frachtschiff von Hamburg nach Beirut – „gemütlich als einziger Passagier“, wie sie schreibt. Als sie schließlich im Hafen anlegten, fragte sie der Kapitän des Schiffs: „Frau Bau, sind Sie sicher? Ich nehme Sie gerne wieder mit zurück – kostenlos!“ Doch natürlich war sich Milli Bau sicher. Für ihre Reise in den Nahen Osten hatte sie zu Hause ja bereits alle Zelte abgebrochen. Nach dem Tod ihres Mannes, des Siemensdirektors Waldemar Bau, hatte sie das Haus in Hamburg verkauft, dazu alle Möbel, alle Bücher.
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