Ein Besuch bei Liebhabern : Wie heutzutage Briefmarken gesammelt werden

Briefmarkensammeln ist nicht mehr so populär wie früher, aber auch nicht ausgestorben. Gesammelt wird heute eher nach besonderen Themen, wie ein Besuch bei Frankfurter Liebhabern zeigt.
In manchen Briefkästen findet sich dieser Tage noch verspätete Weihnachtspost zwischen Rechnungen und Werbung. Und das in einer Zeit, in der ein Brief längst keine Selbstverständlichkeit mehr ist. In Dänemark etwa ist die öffentliche Briefzustellung zum Jahresende eingestellt worden, Briefmarken werden dort schon seit Wochen nicht mehr verkauft. Doch auch wer in Deutschland genauer hinschaut, entdeckt immer seltener eine klassische Briefmarke. Stattdessen steht oben rechts immer häufiger ein zweizeiliger Code, eine Kombination aus Zahlen und Buchstaben, mit dem Smartphone erzeugt, ohne Gang zur Post. Dabei gab es einmal eine Zeit, in der Briefmarken nicht wegzudenken waren. Sie gehörten zum Alltag, wurden gesammelt und getauscht. In den Siebziger- und Achtzigerjahren erreichte dieses Hobby seinen Höhepunkt. Alben füllten Regale, Vereine wuchsen, und Tauschbörsen waren gut besucht. Doch ganz verschwunden ist das Hobby nicht. Es gibt noch immer Sammler, für die die Geschichte der Briefmarke, häufig eines ganzen Briefes, erst nach der Reise wirklich beginnt.





