75 Jahre F.A.Z. : Schröder sucht Ausweg aus der Holzmann-Krise

Vor 25 Jahren stand der Baukonzern Philipp Holzmann vor der Pleite. Der Bundeskanzler schaltete sich ein, doch Bankenvertreter bezweifelten, dass das Unternehmen sanierungswürdig sei. Für die F.A.Z. berichteten damals Winand von Petersdorff und Hans Riebsamen.
Begleitet von Protesten, sind gestern Vertreter der Gläubigerbanken mit Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) in der Zentrale der Philipp Holzmann AG zusammengekommen, um über einen Vergleich zu verhandeln. Vor Bauarbeitern, die vor der Zentrale an der Taunusanlage demonstrierten, sagte Schröder: „Ich bin hierher gekommen, um die Banken in die Pflicht zu nehmen, um Holzmann nicht kaputtgehen zu lassen.“ Der Kanzler erklärte weiter: „Wir können es uns nicht leisten, auch nur einen Arbeitsplatz kampflos preiszugeben.“ Die Banken sollten bedenken, welche Verantwortung sie für den sozialen Zusammenhalt im Land hätten. Wegen der Proteste musste die Straße gesperrt werden.
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