Studie an Zellkulturen : Affenpockenviren weiterhin empfindlich gegen gängige Medikamente

Affenpocken sind mittlerweile in mehr als 100 Ländern nachgewiesen worden. Man befürchtete, das Virus könne so mutiert sein, dass es nicht mehr auf die üblichen Medikamente reagiere. Anscheinend ist die Sorge unbegründet.
Die drei gängigen antiviralen Medikamente gegen Affenpocken wirken offenbar auch gegen die Verursacher des jüngsten Ausbruchs. Das legt eine Studie von Forschern der Universitäten Frankfurt und Kent nahe, über die die Goethe-Universität berichtete. Das Team unter Leitung von Jindrich Cinatl und Martin Michaelis hat Viren aus zwölf Patienten mit Affenpocken isoliert. In Kulturen von Hautzellen testeten die Wissenschaftler, wie die Erreger auf die aktuell verfügbaren Wirkstoffe Tecovirimat, Cidofovir und Brincidofovir reagierten.
Wie sich zeigte, sprachen alle zwölf Isolate auf die Behandlung mit klinisch erreichbaren Konzentrationen der drei Medikamente an. „Wir waren wirklich besorgt, dass sich das Virus so verändert haben könnte, dass es resistent gegenüber den gängigen Therapien geworden wäre“, sagte Cinatl. „Glücklicherweise ist dies nicht der Fall.“ Sein Kollege Michaelis ergänzte: „Diese Ergebnisse sind sehr beruhigend und geben berechtigten Grund zu der Annahme, dass die verfügbaren antiviralen Therapien auch im derzeitigen Ausbruch weiter gegen die Affenpocken wirksam sein werden.“
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