Eintracht Frankfurt : Die Eintracht vor dem Umbruch

Es steht fest: Veh geht nach Stuttgart. Und die Frankfurter suchen weiter einen Trainer. Wirtschaftlich sind sie erfolgreich wie nie. Sportlich gibt es Fragezeichen. Jung bekommt zwei Millionen Euro pro Jahr geboten.
In einem waren sich alle einig: Gut, dass es vorbei ist! Diese Saison mit ihrem eigentümlichen Verlauf, den vor allem auf der internationalen Bühne erlebten Sternstunden und den im Bundesliga-Alltag oft schmerzlichen Misserfolgen, hat Spuren hinterlassen. Erholungsbedürftig sind sie alle, die am Samstag beim 1:2 in Augsburg noch einmal das Frankfurter Trikot trugen. Doch Urlaub macht zunächst nur einer: Armin Veh. Bevor er seine Ferien antrat, traf der Trainer, der genug von der Eintracht hat, am Sonntagabend aber noch schnell eine für ihn wichtige Entscheidung: Er einigte sich mit dem VfB Stuttgart über einen Zweijahresvertrag. Die Hessen-Tour, zu der die Frankfurter Profis an diesem Montag aufbrechen und die sie auf Provinz-Sportplätze in Schrecksbach, Langen, Groß-Rohrheim und Oberdorfelden in hautnahen Kontakt mit ihren Fans bringen wird, absolviert der Chefcoach nicht mehr mit. Er lässt sich von seinem Assistenten Reiner Geyer, den er dann auch mit zum VfB nimmt, vertreten. Veh verständigte sich zugleich mit dem Eintracht auf ein vorgezogenes Ende seiner dreijährigen Dienstzeit. Sein Kontrakt läuft zwar bis zum 30. Juni, doch der 53-Jährige gab unter anderem bereits seinen Dienstwagen ab. Sein Comeback bei den Schwaben gibt er vom 1. Juli an. Er folgt dort auf Huub Stevens. Für den VfB hat Veh schon von 2006 bis 2008 gearbeitet, mit großem Erfolg: 2007 wurde der Verein Meister. Nun begründete er seine Rückkehr vor allem mit dem Potential, das er in der Mannschaft sieht und den besseren wirtschaftlichen Möglichkeiten, einen Kader nach seinen Vorstellungen zu formen. In Stuttgart beläuft sich der Spieleretat demnächst auf rund 42 Millionen Euro, bei der Eintracht wird er um 25 Prozent niedriger sein.





