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Eintracht Frankfurt : Die Reihen lichten sich

Verdrängungswettbewerb Bundesliga: Die Eintracht-Profis Constant Djakpa (links) und Vaclav Kadlec Bild: Heiko Rhode

Bei der Eintracht drohen mit Reinartz, Hasebe und Aigner drei Stammspieler für das Rhein-Main-Duell in Mainz auszufallen. Trainer Armin Veh schließt einen Einsatz von Offensivkraft Kadlec nicht aus.

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          Die Personaldecke wird dünner und dünner. „Wenn es jetzt noch zu weiteren Ausfällen kommen sollte, dann hätten wir ein massives Problem.“ Noch lässt sich Armin Veh seine grundsätzlich gute Laune nicht verderben. Unbestritten aber ist: Der Trainer der Frankfurter Eintracht bereitet sich in diesen Tagen mit einem übersichtlichen Kader auf das wegweisende Auswärtsspiel beim Bundesliga-Nachbarn Mainz 05 vor. Stefan Reinartz ist schon länger angeschlagen und kann wegen einer Entzündung an der Patellasehne noch immer nicht unter Wettkampfbedingungen Fußball spielen.

          Ralf Weitbrecht
          Sportredakteur.

          Makoto Hasebe ist gleichfalls nicht einsatzbereit. Der an einer Schambeinentzündung laborierende Japaner habe immerhin auf die Behandlung positiv reagiert, wusste Veh am Mittwoch zu berichten. „Es geht ihm besser.“ Allerdings ist ungewiss, wie lange es dauert, bis der Defensivallrounder wieder auf die Beine kommt. Neu ist, dass nun auch Stefan Aigner unpässlich ist – und damit ein dritter Stammspieler für das Rhein-Main-Derby an diesem Samstag (15.30 Uhr) ausfallen könnte. Aktuell plagt sich der Münchner im Team der Hessen mit Fieber und Schüttelfrost.

          Eintracht seit 2005 sieglos in Mainz

          Während der Eintracht-Trainer optimistisch ist, dass zumindest Aigner bis zum Spieltag rechtzeitig fit wird, sind die Hoffnungen bei Reinartz und Hasebe eher gering. „Bei Reinartz wird es ganz eng“, sagte Veh. Derzeit ist Reinartz damit beschäftigt, zumindest konditionell auf der Höhe zu bleiben. So absolvierte der 26 Jahre alte Profi auch am Mittwoch abseits des Mannschaftstrainings auf einem der schneefreien Übungsareale an der Frankfurter Arena gemeinsam mit Sonny Kittel ein paar Laufrunden. Und dann wäre da aus dem Frankfurter Eintracht-Lazarett auch noch Luc Castaignos. Der flinke Niederländer, bei der 1:3-Heimniederlage gegen Bayer 04 Leverkusen früh regelwidrig von den Beinen gefoult und schlimm am Sprunggelenk verletzt, wird in den kommenden drei Monaten in der Bundesliga nicht zu sehen sein. Der Riss des Syndesmosebandes ist erwartungsgemäß erfolgreich operiert worden – mit einer neuen Therapie. Das lädierte Band wurde bei dem Eingriff mit einem Faden geflickt; früher wurden Schrauben in die Knochen gedreht. „Das mit dem Faden hat den Vorteil, dass die Schrauben später nicht wieder herausoperiert werden müssen“, sagte Veh.

          Die Eintracht im Bundesliga-Geschäft bei Mainz 05: Wer mit den Frankfurtern sympathisiert, kann schon das Grausen bekommen. Denn nachhaltige Erfolgserlebnisse in Rheinhessen hat es bislang keine gegeben. Seit 2005, seitdem beide Klubs gemeinsam in der Bundesliga spielen, hat es keinen einzigen Eintracht-Sieg beim Rhein-Main-Rivalen gegeben: Trainer Armin Veh hat sich am Mittwoch noch einmal vor Augen führen lassen, welch schlimme Bilanz auf der Eintracht lastet. „In Hannover haben wir viele Jahre auch nichts gewonnen“, entgegnete Veh. Dann glückte seiner Mannschaft am 24. Oktober nach einer gruseligen ersten Halbzeit auch deshalb die Wende, weil Marc Stendera immer stärker wurde und in seinem bislang besten Spiel beide Tore zum 2:1 erzielte. Wiederholung am 28. November in der mutmaßlich ausverkauften Mainzer Arena?

          Kadlec hat trotz feststehendem Wechsel Chancen auf einen Einsatz

          Für jemanden, der perspektivisch keine Rolle mehr in Frankfurt spielt, gibt es im Idealfall noch vier erstklassige Möglichkeiten, sich 2015 zum Abschied einem größeren Publikum zu empfehlen. So hat Eintracht-Trainer Veh am Mittwoch seine grundsätzliche Einschätzung erneuert, „dass Vaclav Kadlec noch mal zum Einsatz kommt. Dies kann durchaus so sein.“ Vielleicht schon in Mainz, schließlich drückt die Eintracht vor allem offensiv – und dort besonders links – der Schuh. Kadlec, der sich mit Beginn des neuen Jahres dem dänischen Meister FC Midtjylland anschließen wird, kann also durchaus noch mit einigen (Kurz-)Einsätzen rechnen. „Ich habe ja nichts gegen ihn. Er ist mein Spieler, solange er bei uns in Frankfurt ist“, sagte Veh. Grundsätzlich aber passe es nicht, und deshalb sei es besser, dass Kadlec sich verändere. „Vielleicht klappt es ja dann in neuer Umgebung.“

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