Weingeschmack : Das Château von morgen

Der Weingeschmack ist weltweit eine flüchtige Angelegenheit. Was chinesischen Käufern heute schmeckt, hütet im nächsten Jahr vielleicht den Laden. Gibt es dennoch krisenfesten Weinhandel?
Die Chinesen sind ein rätselhaftes Volk, zumindest wenn es um ihren Weingeschmack geht. Das bekommt die große deutsche Weinhandelsgruppe Hawesko im Moment zu spüren. Im vergangenen Jahr bestellten chinesische Kunden noch wie verrückt teure Weine bei Château Classic, einer Tochtergesellschaft des Hamburger Unternehmens. Doch in diesem Jahr halten sie sich deutlich zurück. Château Classic wird deshalb nach Schätzung von Hawesko nur noch 10 bis 15 Millionen Euro zum Umsatz des Mutterkonzerns beitragen. Im vergangenen Jahr waren es noch 27 Millionen Euro. Warum die Chinesen plötzlich keine Lust mehr auf teure Tropfen haben, darüber rätselt man am Hamburger Firmensitz. Vielleicht hätten sich die Käufer im vergangenen Jahr eingedeckt und seien nun fürs Erste versorgt, heißt es dort.





