Störgeräusche : My heart will go on and on and on

Nach einem langen Flug sehnt man sich nach Ruhe. Woher aber kommt das Celine-Dion-Gedudel im Hotelzimmer - und wie stellt man es ab?
Der Flug nach Südostasien war lang, das Hotelzimmer endlich frei und der Gast, also ich, rechtschaffen müde. Daher nahm ich den Raum in Beschlag, schaltete so lange an allen Schaltern in Sichtweite herum, bis sämtliche Lichter und Fernseher aus waren und legte ich mich so ziemlich zielgerichtet erst einmal ab. Doch kaum lag ich, hörte ich sie: Musik, die bei den üblichen Tagesgeräuschen vermutlich als dezent durchging, bei völligem Nichtstun und damit einhergehender Geräuschlosigkeit jedoch ein ungeahntes Penetranzpotential entfaltete. Celine Dion dudelte ihren Titanic-Kracher „My heart will go on“ und so weiter, oder eben nicht sie selbst, sondern eine gesanglose Weichspülversion mit Synthesizer und Panflöten. Nicht schön war das. Ich wollte titanickracherlos schlafen und richtete mich deshalb erst einmal wieder auf, den Schalter zu suchen, mit dem man das Dudeln zum Verstummen bringen konnte.





