Ostseeinsel Bornholm : Ohne Kunsthandwerk gibt es keine Kulinarik

Im feinen Sand, der früher durch Uhren rieselte, wollen wir die Zeit vergessen: Auf der dänischen Insel Bornholm wird schon lange gelebt, was in Paris, London oder Berlin gerade schwer angesagt ist.
Der Tourguide entschuldigt sich, weil der Strand so sauber ist. Feiner, weißer Sand erstreckt sich kilometerweit nach links und rechts, vor uns glitzert die kühle Ostsee in der Sonne. Ein verschlungener Holzsteg hat uns vom Parkplatz an den Dueodde-Strand geführt, durch hohe Dünen und ein kleines Kiefernwäldchen, mit einem milchigen Softeis als Stärkung in der Hand. Eigentlich stand für diesen Nachmittag Strandreinigung auf dem Programm. Müll ist allerdings weit und breit nicht zu sehen. Das liegt wohl an der großen Aktion, die es erst vor ein paar Tagen auf der Insel gab, wie der Tourguide erzählt: Schulklassen und Vereine seien gemeinsam angerückt, um den Strand zu säubern, der laut dem Reiseführer „Lonely Planet“ einer der schönsten Europas ist. Da mitzumachen, sagt der Tourguide, sei für viele Inselbewohner so eine Art Ehrensache: „Für die meisten hier gilt der Gedanke: Hier lebe ich, hier soll es schön sein.“
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