Piloten gestern und heute :
Vom Traumberuf zur Luftnummer

Von
Ulrich Friese
Lesezeit:
Frank Röth

Weniger Geld, längere Wartezeiten, ungewisse Zukunft: Die goldenen Zeiten für Piloten sind vorbei - besonders bei der Lufthansa. Hoffnung macht der Nahe Osten oder Asien.

Fliegen war ein Kindheitstraum für Heike Schörner. Mit vier Jahren machte sie ihren Erstflug in einem Motorsegler, den damals ihr Vater steuerte. „Ich teile seitdem mit meiner Familie die Leidenschaft, die Freiheit über den Wolken zu genießen“, schwärmt die 25 Jahre alte Frau aus Bayreuth. Ein Gefühl, das einst Liedermacher Reinhard Mey auf den Punkt brachte. Auch Juan Pablo Álvarez fand über die Familie zum Beruf seiner Wahl. „Mein Vater war als Flugkapitän für Mexicana und Etihad Airways unterwegs“, sagt der 20 Jahre alte Mexikaner mit spanischem Pass. „Als ich ihn zum ersten Mal im Cockpit besuchte, faszinierte mich die Aussicht, selbst mal rund um die Welt zu jetten.“

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