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Nachwuchs an den Schulen : Warnung vor Lehrermangel ohne Beamtenstatus

  • Aktualisiert am

Eine Lehrerin schreibt in einer Schule an eine Tafel. Bild: Sebastian Gollnow/dpa

Sollten Lehrer verbeamtet werden? Nein, sagt der Steuerzahlerbund. Doch, sagt der Lehrerverband. Denn sonst würden sich noch weniger für den Beruf entscheiden.

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          Der Deutsche Lehrerverband hat Kritik an Verbeamtungen im Schul- und Lehrbetrieb zurückgewiesen. „Wer den Beamtenstatus abschaffen will, nimmt einen noch größeren Lehrkräftemangel bewusst in Kauf“, sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger den Zeitungen der Funke Mediengruppe. In Zeiten des massiven Lehrkräftemangels sei die Verbeamtung auch ein Gesichtspunkt, der bei der Berufswahl junger Menschen den positiven Ausschlag geben könnte.

          Der Präsident des Steuerzahlerbundes, Reiner Holznagel, hatte zuvor den Beamtenstatus im Schulbetrieb als nicht notwendig bezeichnet.

          In der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“ wies Meidinger auf die schlechten Arbeitsbedingungen für Lehrerinnen und Lehrern hin. „Lehrer unterrichten in Deutschland tatsächlich oft wie am Fließband.“ Er fügte an: „Sie müssen in großen Klassen unter hoher Arbeitsbelastung wie automatisiert ihr Programm runterspulen – Hauptsache, die Stunde hat stattgefunden.“ Es fehle zu oft die Zeit, auch mal zu reflektieren oder sich etwas Neues auszudenken.

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