Mobile Labore : Die Medizin wird beweglicher

Dass Ärzte ihre Patienten besuchen, ist nicht neu. Jetzt machen ihnen mobile Labore und Diagnosegeräte die Arbeit einfacher - nicht nur in den Tropen.
Damals in Kongo behalfen sich Hanne Fleischmann und ihre Kollegen vom Missionsärztlichen Institut in Würzburg mit einem Solarpanel, das sie sich für zwei Tage von den Ordensschwestern ausliehen. In Angola dagegen war die Parasitologin aus Franken mit einem Lastwagen unterwegs, da diente die Autobatterie als Stromquelle. Angeschlossen war in beiden Fällen ein Gerät, das die Blutproben der Dorfbewohner gleichmäßig mit 70 Umdrehungen je Minute bewegte - die Voraussetzung dafür, mit einem serologischen Schnelltest eine Infektion mit der Schlafkrankheit festzustellen. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation sterben jedes Jahr bis zu 50.000 Menschen an der von der Tsetsefliege übertragenen Tropenkrankheit. Dabei lässt sich die Krankheit inzwischen heilen, falls sie früh genug erkannt wird. Dafür aber brauchen Fachleute wie Hanne Fleischmann Diagnosemittel, die den Weg in die Tropen aushalten.





